Insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung
Kreisliga D: Yannik Lindt in Bestform; Yasr Faid Edrisnur vergibt allergrößte Chance
(06.09.2026) FSG Bad Camberg/Dombach II – FCA Niederbrechen III 0:0
VON MICHAEL MÖHRING
In der ersten halben Stunde spielte sich das Geschehen fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab. Beide Teams waren offensiv einfach nicht durchschlagskräftig genug. Der Gast versuchte es meist mit langen Bällen durch die Mitte, die Yannik Lindt aber gleich in Serie per Kopf klärte. Dagegen setzte die FSG mehr auf Kombinationen, denen allerdings die Präzision fehlte. So musste Fabian Riedel im Tor der Gastgeber gerade einmal eingreifen und auf der anderen Seite traf Oleh Stasiuk mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur den Gästetorhüter. Kurz vor der Halbzeit wurde es vor den Toren doch noch lebhafter, wobei die FSG die etwas besseren Möglichkeiten hatte. Aber Oleh Stasiuk brachte den Ball nicht am FCA-Tormann vorbei, der kurz darauf einen präzisen Distanzschuss von Hendric Hormel aus dem Winkel fischte.
Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich wenig: Viel Mittelfeldgeplänkel, wenig Strafraumszenen und aussichtsreiche Chancen waren weiterhin Mangelware. Zwischendurch hatte der Gast etwas mehr vom Spiel, ohne wesentlich gefährlicher zu werden. Gegen Ende erhöhte die FSG noch einmal den Druck. Die größte Möglichkeit hatte Yasr Fahid Edrisnur, der nach einem Steilpass über rechts den herauskommenden Torhüter umspielte, den Ball dann aber aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbeischob.
Fazit: Der Gastgeber hatte qualitativ vielleicht die etwas besseren Tormöglichkeiten, insgesamt geht das Unentschieden zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften aber in Ordnung. Und aufgrund der gezeigten Offensivleistungen auch nicht überraschend mit einem 0:0.
FSG Bad Camberg/Dombach II: Riedel, Hecht, Lindt, Hormel, Cirotto, Dambeck, Edrisnur, Heins, Lobov, M. Müller, O. Stasiuk (Nitzsche, A. Wagner, Neuberger)
FCA Niederbrechen III: Heckelmann, Weier, Th. Schneider, F. Schneider, J. Litzinger, L. Giesen, Baursch, Hilfrich, Neukirch, M. Schneider, N. Kremer (Bieneck, Hafeneger, H. Oppel)
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Pascal Schlüter (TuS Elkerhausen)
Unter dem Strich geht 3:3-Remis in Ordnung
Kreisliga D: Emmerick Heins lässt sich feiern, verhindert eine knappe Niederlage
(28.06.2026)
SG Niedertiefenbach/Dehrn III – FSG Bad Camberg/Dombach II 3:3 (2:1)
VON HELMUT GRIESAND
Das Duell blieb bis zum Abpfiff spannend. Die Zuschauer sahen eine intensive Begegnung, die sich durchaus sehen lassen konnte. Als die Gastgeber kurz nach der Pause den Vorsprung auf 3:1 erhöhten, schien die Partie entschieden zu sein. Doch die Badestädter steckten nicht auf und kamen zwei Minuten vor dem regulären Ende noch zum verdienten 3:3-Ausgleich.
Schon zu Beginn ging es furios los. Erst musste sich FSG-Torwart Benjamin Borsch mächtig strecken, dann vergab Marlon Müller auf der Gegenseite eine klare Chance. Es ging rauf und runter, ehe Jonathan Heep mit einem strammen Schuss die 1:0-Führung erzielte, nachdem Max Theile beim Abwehrversuch den Ball nicht getroffen hatte (22.). Wenig später herrschte „dicke“ Luft vor dem FSG-Kasten, doch Till Weißer konnte die Verwirrung nicht nutzen. Auf der anderen Seite wurde Kapitän Marlon Müller – nach Musterpass von Volodymyr Chornii - im letzten Augenblick gleich von zwei Abwehrspielern am Torschuss gehindert. Mitunter machten es die Gäste zu kompliziert. Einfache Bälle spielen und zudem öfter den Abschluss suchen, das sollte mehr beherzigt werden. Denn die Gastgeber waren stärker im Zweikampf und im Kopfballspiel überlegen. Wenn dagegen flach und schnörkellos kombiniert wurde, sah das für die Kurstädter gleich viel besser aus. Als sich der schnelle Flügelmann Yasr Faid Edrisnur so einmal mehr auf und davon machte, behielt er die Nerven und sandte flach zum 1:1 ein (40.). Doch noch vor der Pause konnte der agile Till Weißer seine Farben wieder in Front schießen, ballerte aber in der 50. Minute in bester Position über den Kasten. Besser machte es Phil Schäfer, der auf 3:1erhöhte. Kurz darauf gab es noch einen Pfostenschuss zu beklagen.
Die Besucher schienen geschlagen zu sein, doch die Dörfl-Truppe steckte keinesfalls auf, kam dank Volodymyr Chornii – nach Zuspiel von Yasr Faid Edrisnur – zum 2:3-Anschlusstreffer (66.). Kurz darauf reklamierte der Gast vergeblich ein Handspiel im 16er. Als SG-Angreifer Till Weißer in der 78. Minute allein vor Keeper Benjamin Borsch auftauchte, hätte der alte Torabstand wieder hergestellt werden können. Andererseits: Fünf Minuten vor dem Ende konnte Torsteher Lukas Friedrich erst im Nachfassen den Ausgleich verhindern. Doch der fiel schließlich dennoch dank Emmerick Heins, und zwar nach Vorarbeit von Daniel Holzhäuser (88.), der vor dem Abpfiff die Ampelkarte sah und so im nächsten Spiel bitter fehlen wird.
SG Niedertiefenbach/Dehrn III: Friedrich, Litzinger, Graulich, V. Schmidt, Hildmann, M. Jung, Schäfer, Weißer, Schwinghammer, Heep, Möller (Nowak, Espathi, Schardt, Kilanski)
FSG Bad Camberg/Dombach II: Borsch, Hofmann, Theile, Holzhäuser, Cziesche, Lyon, F. Grassmann, M. Müller, Lobov, Chornii, Edrisnur (Cirotto, Heins)
Tore: 1:0 Jonathan Heep (22.), 1:1 Yasr Faid Edrisnur (40.), 2:1 Till Weißer (44.). 3:1 Phil Schäfer (56.), 3:2 Volodymyr Chornii (66.), 3:3 Emmerick Heins (88.)
Schiedsrichter: Bartholomäus M. Lehmann (VfR 07 Limburg)
FSG Bad Camberg/Dombach II gut in der Spur
Kreisliga D: Trainer Patrick Dörfl muss Tor hüten; Moritz Dambeck gibt Debüt
(23.08.2026)
FSG Bad Camberg/Dombach II – SG Hirschhausen/Bermbach II 4:1 (2:0)
VON HELMUT GRIESAND
Die Reservisten der FSG Bad Camberg/Dombach sind weiter auf dem Vormarsch. Schon nach sieben Minuten gingen die Gastgeber dank Andrii Lobov per Kopfball in Führung. Auch im weiteren Verlauf waren die Badestädter meist im Vorteil. Da ein Torwartproblem bestand, stellte sich Trainer Patrick Dörfl erstmals zwischen die Pfosten, der im ersten Abschnitt kaum geprüft wurde. Der Gastgeber zeigte sich von der besten Seite und erhöhte den Vorsprung dank Volodymyr Chornii auf 2:0 (34.). In der 42. Minute hätte Daniel Hecht noch nachlegen können, doch der Angreifer scheiterte am Pfosten. Die Gäste kamen dagegen nur sporadisch in die gefährliche Zone.
Gleich nach dem Wechsel hatte Christian Cziesche, auf Vorarbeit von Yasr Faid Edrisnur, eine Riesenchance liegen lassen. Bemängelt werden muss lediglich, dass die FSG-Angreifer öfter einmal aus der zweiten Reihe schießen sollten, anstatt den Ball in der Box noch einmal zu einem Mitspieler quer zu legen.
Im zweiten Durchgang wurden die Besucher aktiver im Spiel nach vorne. Folgerichtet war auch der 1:2-Anschlusstreffer (67.). In dieser Phase merkte man die Auswechselung von Max Theile, der sich noch bei der Ersten auf die Bank setzen sollte. Mit dem 3:1 dank dem ins Match gekommenen Yakub Salah Mohamed war die Begegnung entschieden (73.). Auf Flanke von Yasr Faid Edrisnur erzielte Volodymyr Chornii schließlich den 4:1-Endstand. Der gleiche Akteur hatte 60 Sekunden später übrigens ein weiteres Tor auf dem Stiefel.
Die Angereisten bemühten sich zwar redlich, konnten aber die Badestädter nur selten ernsthaft in die Bredouille bringen. Sein Debüt im FSG-Trikot gab übrigens Moritz Dambeck. Nach langer Verletzungspause war auch Abwehrspieler Yannik Lindt beim Sieger wieder mit von der Partie.
FSG Bad CambergDombach II: P. Dörfl, Lindt, Theile, Holzhäuser, Cziesche, Dambeck, Edrisnur, Hecht, Chornii, Lubov, O. Stasiuk (Salah Mohamed, Heins, Lyon)
SG Hirschhausen/Bermbach II: Sattler, Appl, Himmetoglu, Brumm, R. Demmer, Bottyan, Betz, Kusch, Ahmad, Y. Volkmann, Hosseinkhel (T. Rosenkranz, Kücuk, Opoku, Fonseca, Michel)
Tore: 1:0 Andrii Lobov (7.), 2:0 Volodymyr Chornii (34.), 2:1 Yannik Volkmann (67.), 3:1 Yakub Salah Mohamed (73.), 4:1 Volodymyr Chornii (83.).
Schiedsrichter: Mohamed Ibrahem (Weilburg)
Überlegene Gäste werden gegen Ende nachlässig
Kreisliga D: Verdienter 2:0-Sieg; Florian Grassmann nach langer Pause wieder dabei
(14.08.2026) FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen III gegen FSG Bad Camberg/Dombach II 0:2 (0:2)
VON HELMUT GRIESAND
Die Besucher begannen schwungvoll und führten schon nach sechs Minuten. Yasr Faid Edrisnur hatte von rechts den Ball scharf vor das Tor geschlagen, dort stand Marlon Müller am langen Pfosten und schob die Kugel aus nächster Nähe über die Linie. Das 0:2 wenig später war eine Doublette: Yasr Faid Edrisnur machte es wie beim ersten Mal – und wieder stand Marlon Müller an der richtigen Stelle (alles Müller, oder was?). Die Badestädter präsentierten sich in guter Form, ließen Ball und Gegner laufen. Schön vorgetragene Angriffe aus der Deckung heraus über mehrere Stationen sorgten immer wieder für Gefahr. Schon vor und nach dem 0:2 lagen so weitere Treffer in der Luft. Entweder war Pech im Spiel oder der gute Keeper Steffen Dürr hatte etwas dagegen. Wie auch die schlagsichere Defensive, die immer wieder gefordert war. Die Platzbesitzer kamen lange kaum zum Luft holen. Den ersten Torschuss gelang den defensiv eingestellten Hausherren erst nach gut einer halben Stunde aus der Ferne. Auf der anderen Seite narrten insbesondere Yasr Faid Edrisnur und Volodymyr Chornii immer wieder ihre Gegenspieler, doch die Mannen von Trainer Patrick Dörfl wollten das Spielgerät im Anschluss partout ins Tor tragen. Als auf der anderen Seite Schlussmann Benjamin Borsch etwas zu weit vor seinem Kasten stand, konnte dieser erst im Nachfassen einen Weitschuss unter Kontrolle bringen (38.). Im Gegenzug zielte Volodymyr Chornii zunächst knapp vorbei, dann traf der Ukrainer die Latte (45.).
Im zweiten Abschnitt wurden die Gastgeber auf dem Heckholzhäuser Rasen zunehmend aktiver. Mit weiten Bällen wurde versucht, die Deckung der Badestädter zu überlisten. Da warnte Coach Patrick Dörfl auch seine Mannen: „Wir müssen den Deckel drauf machen!“. Keine Frage: Wie Phönix aus der Asche wurde die Heimelf immer stärker und kecker. Jetzt machte sich auch nachteilig bemerkbar, dass der seit November wieder seine erste Partie absolvierende Florian Grassmann inzwischen den Platz verlassen hatte. Mit zwei Freistößen aus der Distanz und gefährlich hereingegebenen Eckbällen musste Keeper Benjamin Borsch nun höllisch aufpassen. Einmal hatte er Glück, dass ein Abwehrspieler den Ball noch von der Linie kratzte. Die Angereisten ließen sich aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und starteten ihrerseits noch gut angelegte Vorstöße, die aber nicht mehr zum Torerfolg führten.
Die Ampelkarte erhielt noch Hendric Hormel (87., FSG Bad Camberg/Dombach) vom gut leitenden Schiedsrichter Erwin Jung (SV Arfurt) gezeigt.
FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen III: Dürr, Meyer, P. Stoll, Lernbach, D. Wilfer, Ax, Keul, Kessler, Keller, Riemer, A. Zöller (Berge, Trumpfheller, Forler, J. Wagner)
FSG Bad Camberg/Dombach II: Borsch, Hofmann, Theile, Cziesche, F. Grassmann, Hecht, Holzhäuser, Chornii, Edrisnur, M. Müller, Lobov (Hormel, Salah Mohamed, T. Grassmann, Nitzsche, T. Zengeler)
Tore: 0:1 Marlon Müller (6.), 0:2 Marlon Müller (24.).
Schiedsrichter: Erwin Jung (SV Arfurt) – Zuschauer: 25.
Ein enttäuschender Saisonauftakt
Kreisliga D: Nach einem Blitzstart wird versäumt, den Vorsprung auszubauen
(28.07.2026)
SV Wolfenhausen II – FSG Bad Camberg/Dombach II 3:2 (2:1)
VON MICHAEL MÖHRING
Der Saisonauftakt hätte für die 2. Mannschaft der FSG in der neu gegründeten D-Liga nicht besser starten können, als in der ersten Minute Philipp Fabian Gering den Ball an Abwehrspieler und Tormann vorbei legte. Und auch danach bestimmte der Gast das Spiel eindeutig. Aber spätestens nachdem Hendric Hormel eine präzise Hereingabe von Yasr Faid Edrisnur in den Fünfmeterraum frei vor dem SV-Torhüter leichtfertig versemmelte, war es vorbei mit der Dominanz. Was vor allem damit zu tun hatte, dass auf dem ausgetrockneten Stoppelfeld eine Ballkontrolle kaum möglich war, man es trotzdem überwiegend mit kurzen Flachpässen versuchte. Der sinnvollerweise meist mit langen Bällen arbeitende Gastgeber war offensiv zwar auch eher harmlos, wurde bei den folgenden Gegentoren aber kräftig von der Gästeabwehr unterstützt. So brachte man nach gewonnenem Zweikampf den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass der gegnerische Mittelstürmer das Geschenk gerne annahm und mit einem sehenswerten Schuss den Ausgleich erzielte. Kurz darauf hob ein SV-Stürmer den Ball über den herauskommenden FSG-Tormann Fabian Riedel, ein Abwehrspieler als letzte Absicherung trat über den Ball und die 2:1-Halbzeitführung war komplett.
Nach der einen oder anderen notwendigen Umstellung und Auswechselung, kam die FSG deutlich entschlossener aus der Halbzeitpause und überbrückte das Mittelfeld jetzt ebenfalls häufiger mit langen Bällen. Und nachdem der SV-Tormann gegen Philipp Fabian Gering zu spät kam, verwandelte dieser den berechtigten Elfmeter zum Ausgleich. Bevor der Gast sich so richtig darüber freuen konnte, lief man in einen Konter und wieder einem Rückstand hinterher. Die FSG übernahm jetzt zwar die Spielkontrolle, gegen die vielbeinige Abwehr gab es aber nur selten ein Durchkommen, von der einen oder anderen turbulenten Szene im Strafraum, vor allem in der Schlussphase, einmal abgesehen. Auf der anderen Seite nutzte der Gastgeber den sich bietenden Raum für Konter, ohne zu weiteren Treffern zu kommen.
Fazit: Glückwunsch an den SV, der sich zu recht über den Sieg an Kerb freute. Die FSG blieb gegen einen mit Sicherheit nicht unschlagbaren Gegner aber deutlich unter ihren Möglichkeiten und da können die zugegebenermaßen miserablen Platzverhältnisse allein nicht als Begründungen herhalten.
SV Wolfenhausen II: Hartmann, Bördner, Kleiber, Spahn, Lütticke, Stojanovic, A. Müller, Kriner, M. Fürstenfelder, Schaaf, Pappisch (Velten, Zitzer, Schauer)
FSG Bad Camberg/Dombach II: Riedel, Hormel, T. Heinze, M. Müller, Gering, Edrisnur, Hecht, O. Stasiuk, M. Scherf, Holzhäuser, Neuberger (Theile, Lobov, A. Wagner, H. Cinar)
Tore: 0:1 Philipp Fabian Gering (1.), 1:1 Elisas Pappisch (19.), 2:1 Philipp Fabian Gering (49., Foulelfmeter), 3:2 Milos Stovanovic (53.)
Schiedsrichter: Egon Maurer (TSV Kirberg)