Überlegene Gäste werden gegen Ende nachlässig
Kreisliga D: Verdienter 2:0-Sieg; Florian Grassmann nach langer Pause wieder dabei
(14.08.2026) FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen III gegen FSG Bad Camberg/Dombach II 0:2 (0:2)
VON HELMUT GRIESAND
Die Besucher begannen schwungvoll und führten schon nach sechs Minuten. Yasr Faid Edrisnur hatte von rechts den Ball scharf vor das Tor geschlagen, dort stand Marlon Müller am langen Pfosten und schob die Kugel aus nächster Nähe über die Linie. Das 0:2 wenig später war eine Doublette: Yasr Faid Edrisnur machte es wie beim ersten Mal – und wieder stand Marlon Müller an der richtigen Stelle (alles Müller, oder was?). Die Badestädter präsentierten sich in guter Form, ließen Ball und Gegner laufen. Schön vorgetragene Angriffe aus der Deckung heraus über mehrere Stationen sorgten immer wieder für Gefahr. Schon vor und nach dem 0:2 lagen so weitere Treffer in der Luft. Entweder war Pech im Spiel oder der gute Keeper Steffen Dürr hatte etwas dagegen. Wie auch die schlagsichere Defensive, die immer wieder gefordert war. Die Platzbesitzer kamen lange kaum zum Luft holen. Den ersten Torschuss gelang den defensiv eingestellten Hausherren erst nach gut einer halben Stunde aus der Ferne. Auf der anderen Seite narrten insbesondere Yasr Faid Edrisnur und Volodymyr Chornii immer wieder ihre Gegenspieler, doch die Mannen von Trainer Patrick Dörfl wollten das Spielgerät im Anschluss partout ins Tor tragen. Als auf der anderen Seite Schlussmann Benjamin Borsch etwas zu weit vor seinem Kasten stand, konnte dieser erst im Nachfassen einen Weitschuss unter Kontrolle bringen (38.). Im Gegenzug zielte Volodymyr Chornii zunächst knapp vorbei, dann traf der Ukrainer die Latte (45.).
Im zweiten Abschnitt wurden die Gastgeber auf dem Heckholzhäuser Rasen zunehmend aktiver. Mit weiten Bällen wurde versucht, die Deckung der Badestädter zu überlisten. Da warnte Coach Patrick Dörfl auch seine Mannen: „Wir müssen den Deckel drauf machen!“. Keine Frage: Wie Phönix aus der Asche wurde die Heimelf immer stärker und kecker. Jetzt machte sich auch nachteilig bemerkbar, dass der seit November wieder seine erste Partie absolvierende Florian Grassmann inzwischen den Platz verlassen hatte. Mit zwei Freistößen aus der Distanz und gefährlich hereingegebenen Eckbällen musste Keeper Benjamin Borsch nun höllisch aufpassen. Einmal hatte er Glück, dass ein Abwehrspieler den Ball noch von der Linie kratzte. Die Angereisten ließen sich aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und starteten ihrerseits noch gut angelegte Vorstöße, die aber nicht mehr zum Torerfolg führten.
Die Ampelkarte erhielt noch Hendric Hormel (87., FSG Bad Camberg/Dombach) vom gut leitenden Schiedsrichter Erwin Jung (SV Arfurt) gezeigt.
FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen III: Dürr, Meyer, P. Stoll, Lernbach, D. Wilfer, Ax, Keul, Kessler, Keller, Riemer, A. Zöller (Berge, Trumpfheller, Forler, J. Wagner)
FSG Bad Camberg/Dombach II: Borsch, Hofmann, Theile, Cziesche, F. Grassmann, Hecht, Holzhäuser, Chornii, Edrisnur, M. Müller, Lobov (Hormel, Salah Mohamed, T. Grassmann, Nitzsche, T. Zengeler)
Tore: 0:1 Marlon Müller (6.), 0:2 Marlon Müller (24.).
Schiedsrichter: Erwin Jung (SV Arfurt) – Zuschauer: 25.
Ein enttäuschender Saisonauftakt
Kreisliga D: Nach einem Blitzstart wird versäumt, den Vorsprung auszubauen
(28.07.2026)
SV Wolfenhausen II – FSG Bad Camberg/Dombach II 3:2 (2:1)
VON MICHAEL MÖHRING
Der Saisonauftakt hätte für die 2. Mannschaft der FSG in der neu gegründeten D-Liga nicht besser starten können, als in der ersten Minute Philipp Fabian Gering den Ball an Abwehrspieler und Tormann vorbei legte. Und auch danach bestimmte der Gast das Spiel eindeutig. Aber spätestens nachdem Hendric Hormel eine präzise Hereingabe von Yasr Faid Edrisnur in den Fünfmeterraum frei vor dem SV-Torhüter leichtfertig versemmelte, war es vorbei mit der Dominanz. Was vor allem damit zu tun hatte, dass auf dem ausgetrockneten Stoppelfeld eine Ballkontrolle kaum möglich war, man es trotzdem überwiegend mit kurzen Flachpässen versuchte. Der sinnvollerweise meist mit langen Bällen arbeitende Gastgeber war offensiv zwar auch eher harmlos, wurde bei den folgenden Gegentoren aber kräftig von der Gästeabwehr unterstützt. So brachte man nach gewonnenem Zweikampf den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass der gegnerische Mittelstürmer das Geschenk gerne annahm und mit einem sehenswerten Schuss den Ausgleich erzielte. Kurz darauf hob ein SV-Stürmer den Ball über den herauskommenden FSG-Tormann Fabian Riedel, ein Abwehrspieler als letzte Absicherung trat über den Ball und die 2:1-Halbzeitführung war komplett.
Nach der einen oder anderen notwendigen Umstellung und Auswechselung, kam die FSG deutlich entschlossener aus der Halbzeitpause und überbrückte das Mittelfeld jetzt ebenfalls häufiger mit langen Bällen. Und nachdem der SV-Tormann gegen Philipp Fabian Gering zu spät kam, verwandelte dieser den berechtigten Elfmeter zum Ausgleich. Bevor der Gast sich so richtig darüber freuen konnte, lief man in einen Konter und wieder einem Rückstand hinterher. Die FSG übernahm jetzt zwar die Spielkontrolle, gegen die vielbeinige Abwehr gab es aber nur selten ein Durchkommen, von der einen oder anderen turbulenten Szene im Strafraum, vor allem in der Schlussphase, einmal abgesehen. Auf der anderen Seite nutzte der Gastgeber den sich bietenden Raum für Konter, ohne zu weiteren Treffern zu kommen.
Fazit: Glückwunsch an den SV, der sich zu recht über den Sieg an Kerb freute. Die FSG blieb gegen einen mit Sicherheit nicht unschlagbaren Gegner aber deutlich unter ihren Möglichkeiten und da können die zugegebenermaßen miserablen Platzverhältnisse allein nicht als Begründungen herhalten.
SV Wolfenhausen II: Hartmann, Bördner, Kleiber, Spahn, Lütticke, Stojanovic, A. Müller, Kriner, M. Fürstenfelder, Schaaf, Pappisch (Velten, Zitzer, Schauer)
FSG Bad Camberg/Dombach II: Riedel, Hormel, T. Heinze, M. Müller, Gering, Edrisnur, Hecht, O. Stasiuk, M. Scherf, Holzhäuser, Neuberger (Theile, Lobov, A. Wagner, H. Cinar)
Tore: 0:1 Philipp Fabian Gering (1.), 1:1 Elisas Pappisch (19.), 2:1 Philipp Fabian Gering (49., Foulelfmeter), 3:2 Milos Stovanovic (53.)
Schiedsrichter: Egon Maurer (TSV Kirberg)