Das 0:2 bricht der Heimelf das Genick
Kreisliga B: Die beste Zeit gleich nach der Pause kann nicht genutzt werden
(25.10. 2026) FSG Bad Camberg/Dombach gegen SG Villmar/Arfurt/Aumenau II 0:3 (0:1)
VON HELMUT GRIESAND
Das Schlusslicht FSG Bad Camberg/Dombach kann gleich mehrere langfristig verletzte Stammspieler einfach nicht eins zu eins ersetzen. Der seit Wochen durch Akteure der Reserve stark aufgefüllte Kader gibt sich zwar große Mühe, doch es fehlen einfach die nötigen Prozente, ein Duell für sich zu entscheiden.
Im ersten Abschnitt verlief die Begegnung noch weitgehend ausgeglichen, allerdings waren die Besucher zweikampfstärker und besser am Ball. Pech für die Gäste, dass Nick Bernhardt (SG, 37.) nur den Pfosten traf. Im Gegenzug zögerte Marlon Müller nach einer Vorlage von Volodymyr Chornii zu lange mit dem Torschuss. Als Spieler und Zuschauer auf dem Dombacher Sportgelände schon mit einem 0:0 zur Pause gerechnet hatten, unterlief Tafarie M. Crooks ein Foulspiel im 16er an Nick Bernhardt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nicolas Bockler sicher (42.). Torwart Eric Dörfl hatte keine Abwehrchance.
Zu Beginn der zweiten Hälfte – mit der Einwechselung von Interimstrainer Jens Munsch - hatte der Hausherr bis zum 0:2 seine beste Zeit. Doch weder Marlon Müller, Jens Munsch noch Volodymyr Chornii konnten das Spielgerät im Kasten vom aufmerksamen Luca Janz unterbringen. Auch bei weiteren Vorstößen war die sattelfeste Abwehr auf der Hut, machte die Räume eng oder lief oft Bälle ab, bevor ein Angreifer richtig in Schussposition kam.
Mit dem zweiten Treffer der Dreierkombination dank David Sprenger (68.) war die letzte Hoffnung der FSG auf mindestens ein Remis verflogen. Auch als Abwehrchef Tafarie M. Crooks in den Sturm wechselte und durch Herbert Falkenbach ersetzt wurde, konnte das Blatt nicht mehr gewendet werden.
Das clevere Team von Coach Julian Janz zeigte die reifere Spielanlage gegen einen Partner, dem nicht Zählbares gelingen will, weil diesem einfach zu viele Stockfehler unterlaufen und als Letzter mitunter auch das Quäntchen Glück fehlt.
Fazit: Ein verdienter Sieg der mit einer geschlossen Mannschaftsleistung aufgetretenen Besucher, die sich somit auf Rang vier der Tabelle verbessern konnten.
FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, T. Renemann, Crooks, Wiche, Holzhäuser, Gering, F. Schütz, Chornii, Theile, M. Scherf, M. Müller (Munsch, Falkenbach, Edrisnur)
SG Villmar/Arfurt/Aumenau II: L. Janz, Bliewert, F. Jung, M. Dietrich, M. Lottermann, Koltermann, A. Schmidt, Sprenger, Bernhardt, Scheu, Bockler (M. Jung, Saal)
Tore: 0:1 Nicolas Bockler (42., Foulelfmeter), 0:2 David Sprenger (68.), 0:3 Marlon Koltermann (90.+1)
Schiedsrichter: Marcus Fleckenstein (SV Wiesbaden) – Zuschauer: 40
Eigentor führt zum frühen 0:1; später fehlt das Glück
Kreisliga B: Der Dritte SG Selters/Erbach II setzt sich am Ende mit 3:1 Toren durch
(18.10.2026) SG Selters/Erbach II – FSG Bad Camberg/Dombach 3:1 (2:1)
Quelle: NNP
Die SG Selters/Erbach II legte im Derby druckvoll los und erzwang nach einem Eckball bereits in der fünften Minute durch ein Eigentor das 1:0. Nach zehn Minuten kam die FSG besser ins Spiel und erzielte in der 17. Minute durch Magnus Scherf den 1:1-Ausgleich. Die erneute Führung für die SG fiel nach einer starken Einzelleistung von Elias Homringhausen, der den Ball per Grätsche vor das Tor brachte, wo Johannes Brühl zum 2:1 vollendete.
In der Zweiten Halbzeit blieb das fußballerische Niveau überschaubar. Torchancen ergaben sich meist durch Unachtsamkeiten in den Abwehrreihen. In der 57. Minute sorgte Darius Becker schließlich für die Entscheidung, als er den Ball aus spitzem Winkel zum 3:1 unterbrachte,
- Ergänzung zum NNP-Bericht:
- Nach der Einwechselung im zweiten Durchgang hatte Jens Munsch großes Pech, als er den Ball über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Torwart Niklas Muth an den Querbalken setzte. Wenig später konnte sich der ebenfalls in Spiel gekommene Sebastian Urban gleich gegen mehrere Abwehrspieler durchtanken und von der Torauslinie vor den Kasten flanken, doch Jens Munsch zielte aus nächster Nähe neben das Gehäuse.
- SG Selters/Erbach II: Muth, Kriesche, Fuhrmann, R. Litzinger, E. Schmidt, Schulz, Brunner, Homrighausen, Basholt, D. Becker, Brühl (T. Erbach, F. Walli, Fröhlich, Feilbach, Belke)
- FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, Crooks, Wiche, T. Heinze, Holzhäuser, F. Schütz, Chornii, Theile, T. Grzesista, Chr. Thuy, M. Scherf (Gering, B. Weinandy, Urban, Munsch)
- Tore: 1:0 Timon Heinze (5., Eigentor), 1:1 Magnus Scherf (17.), 2:1 Johannes Brühl (35.), 3:1 Darius Becker (57.).
- Schiedsrichter: Patrick Fangmann (FC Marxheim)
Ein äußerst glücklicher Gästesieg
Kreisliga B: Schwere Verletzung von Florian Grassmann wiegt schwerer als das 0:1
(08.10.2026) FSG Bad Camberg/Dombach - TuS Drommershausen 0:1 (0:0)
VON MICHAEL MÖHRING
Man muss es so sagen: Einem neutralen Beobachter war es nicht möglich zu erkennen, wer hier der Tabellenführer der B-Liga ist und wer am Tabellenende steht. Und bei einem Tipp auf das bessere Team wäre die Wahl wohl nicht auf den Gast gefallen.
In einem äußerst chancenarmen Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und kaum gefährlichen Aktionen in den Strafräumen (und wenn dann eher vom Gastgeber), erzielte der Gast mit seiner ersten Tormöglichkeit in der 75. Minute den entscheidenden Treffer, zugegebenermaßen mit einem sehenswerten Distanzschuss.
Das Begegnung begann mit einer Großchance für die FSG, die Max Theile nicht verwerten konnte, und einem nichtgeahndeten elfmeterreifen Foul im Gästestrafraum. Danach gab es bis zur Pause offensiv nicht viel zu sehen. Der Gastgeber hatte etwas mehr vom Spiel, blieb aber bis auf einen Freistoß vom Tom Renemann, der das Tor knapp verfehlte, nach vorne ohne Wirkung. Und auf der anderen Seite tat sich überhaupt nichts. Oder um es positiv auszudrücken, beide Abwehrreihen hatten alles im Griff. Aus der ersten Halbzeit bleibt daher - leider - nur die schwere Knöchelverletzung vom FSG-Mittelfeldmann Florian Grassmann festzuhalten, der per Krankenwagen abtransportiert werden musste und dem man nur eine möglichst schnelle Genesung wünschen kann.
Nach der Pause verstärkte der Gastgeber den Druck und kombinierte sich nach schnellen Ballgewinnen immer wieder in Strafraumnähe. Aber der letzte Pass war dann meist zu unpräzise. Und selbst Eckbälle bzw. Freistöße brachten wenig Gefahr. Was blieb war der eine oder andere Distanzschuss, die für den TuS-Tormann aber kein Problem darstellten. In der TuS-Offensive tat sich weiterhin nichts, bis ein Stürmer etwas zu viel Platz hatte und mit einem Schuss von außerhalb des Strafraumes den entscheidenden Treffer erzielte.
In der restlichen Schlussviertelstunde wurde es im Gästestrafraum dann lebhafter, aber Felix Schütz konnte ein Zuspiel nicht kontrollieren, prüfte den Gästetorhüter noch einmal und Jens Munsch verfehlte per Kopf das Tor nach einem Eckball. Auf der anderen Seite landete ein abgefälschter Freistoß am Pfosten und ein vergebener Elfmeter setzte den Schlusspunkt.
Fazit: Schade, dass der Anstieg der Leistungskurve in den letzten Wochen gegen den - zumindest tabellarisch - haushohen Favoriten unverdientermaßen (noch) nicht belohnt wurde. Da gilt dann wohl der berühmte Spruch von Andreas Brehme „Wenn du Sch...e am Fuß hast, hast du Sch...e am Fuß“, insbesondere im Tabellenkeller. Einsatzbereitschaft, Kampfkraft, und auch das Kombinationsspiel stimmten. Woran gearbeitet werden muss ist das präzise Passspiel in Tornähe und vielleicht auch das letzte Durchsetzungsvermögen im Strafraum.
FSG Bad Camberg/Dombach: Schneider, Wiche, T. Renemann, F. Grassmann, Gering, F. Schütz, Holzhäuser, Theile, T. Grzesista, Chr. Thuy, Scherf (Urban, Winkler, Munsch, Dorweiler)
TuS Drommershausen: Dienst, M. Söhngen, Leks, F. Hardt, Gruszka, Langer, Bindenberger, Hacke, D. Sartorius, Sahin, Fürstenau (Büchling, Yilmaz, Kiyat)
Tor: 0:1 Marcel Söhngen (75., 18-m-Schuss)
Schiedsrichter: Nils Karl (Spvvg. Wiesbaden-Igstadt) – Zuschauer: 100
Zwei grundverschiedene Halbzeiten
Kreisliga B: Nach 0:4-Rückstand gibt die FSG nicht auf, verkürzt noch auf 2:4
(04.10.2026) SC Offheim II – FSG Bad Camberg/Dombach 4:2 (4:0)
VON HELMUT GRIESAND
Die Zuschauer erlebten zwei unterschiedliche 45 Minuten. Bis zur Pause lagen die Gastgeber bereits mit 4:0 in Front und alles schien auf einen klaren Erfolg hinauszulaufen. Im zweiten Akt wurden die Kurstädter stärker und „führten“ gar mit 2:0 – doch am Ende reichte es nicht, ging die Partie mit 2:4 verloren.
Die erste Möglichkeit ließ bei der Gruppenliga-Reserve Marvin Wilfer aus (8.), doch eine Minute später war Andreas Kunz mit einem Fernschuss erfolgreich. Pascal Pott hatte zudem mit einem Lattentreffer Pech, ehe Schlussmann Simon Schneider den Ball zur Ecke lenkte (15.). Wenig später gelang der Nummer 14 aber das 2:0, dann war Marvin Wilfer zur Stelle und schob die Kugel im Nachsetzen zum 3:0 über die Linie. Bis dahin hatte auf der Gegenseite nur Tom Maurer eine wirklich gute Chance ausgelassen, als das Spielgerät knapp am von Julius Sopp gehüteten Kasten vorbei zischte (17.).
Keine Frage: Offheim war in Abschnitt eins tonangebend, stärker im Zweikampfverhalten und hatte im Mittelfeld vor allem dank Andreas Kunz die Oberhand. Als Marvin Wilfer aus dem Hinterhalt das 4:0 markierte, schien die Messe gelesen zu sein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war noch Theo Schrankel am Querbalken gescheitert. Die Besucher versuchten andererseits spielerisch den Ball nach vorne zu tragen, was auch oft gelang, nur im letzten Drittel fehlte ein druckvoller Vollstrecker. Mit der Hereinnahme vom agilen Daniel Holzhäuser (36.) wurde die Defensive um Ansgar Wiche, Tom Renneman und Timon Heinze gefestigter und ließ in der Folge auch keine Treffer mehr zu.
Als sich zur Pause FSG-Interimstrainer Jens Munsch einwechselte, wurde der Angriff sichtbar belebt. Nur weil in manchen Situationen noch die letzte Konzentration fehlte oder auch Pech im Spiel war, blieben die Badestädter zunächst erfolglos im Abschluss. Die beste Möglichkeit hatte bei gut angelegten Vorstößen Christopher Thuy auf dem Fuß, doch die Lederkugel flog über das Gehäuse (66.). Nach einem Foul an Jens Munsch im 16er gelang Tom Renemann das nun längst fällige Tor zum 1:4 (72.). Dieser Treffer gab weiteren Auftrieb mit Chancen für Jens Munsch gegen etwas nachlassende Hausherren, die freilich noch einmal am Pfosten gescheitert waren (87.).
In der Schlussminute gelang Jens Munsch auf Zuspiel von Magnus Scherf aus nächster Nähe noch das 2:4. Am Ende fehlte den aktiver gewordenen Angereisten weitere Spielzeit, um noch einmal nachzulegen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass Philipp Laux (SCO, 87.) mit der Ampelkarte vorzeitig in die Kabine geschickt wurde.
Ein besonderes Lob gilt Schiedsrichter Roman Herberich, der die Begegnung jederzeit im Griff hatte.
SC Offheim II: Sopp, Kutzmann, Laux, Komorek, Kunz, Schrankel, M. Wilfer, Gashi, Dietrich, Pott, Lengwenus (Pitsch, Tural, Patz)
FSG Bad Camberg/Dombach: Schneider, Wiche, T. Renemann, T. Heinze, Schütz, Gering, Weinandy, Scherf, Chr. Thuy, Winkler, Maurer (D. Holzhäuser, Munsch, Lobov)Heinzue
Tore: 1:0 Andreas Kunz (9.), 2:0 Pascal Pott (23.), 3:0 Marvin Wilfer (30.), 4:0 Marvin Wilfer (34.), 4:1 Tom Renemann (72., Foulelfmeter), 4:2 Jens Munsch (90.)
Schiedsrichter: Roman Herberich (SV Vesalia Oberwesel) - Zuschauer: 40
Ein glückliches Unentschieden für den Gast
Kreisliga B: Gegen die SG Weinbachtal (2:2) zeigt die FSG eine starke Leistung
(24.09.2026) FSG Bad Camberg/Dombach – SG Weinbachtal 2:2 (0:1)
VON MICHAEL MÖHRING
Nach den eher schwachen Auftritten der letzten Wochen war die Begegnung gegen den Gast aus Weinbachtal zweifellos von besonderer Bedeutung und das Team zeigte in der Tat ein anderes Gesicht.
In einer intensiven Begegnung mit vielen Zweikämpfen zwischen den Strafräumen erspielte sich die FSG erste klare Tormöglichkeiten. Aber Christopher Thuy scheiterte unbedrängt im Fünfmeterraum ebenso an dem guten Gästetorwart, wie Volodymyr Chornii, der sich den Ball an der Torauslinie erobert hatte. Und nachdem die SG mit Ihrer einzigen nennenswerten Gelegenheit in der ersten Halbzeit in Führung gegangen war, reagierte der Torhüter noch einmal gleich doppelt gegen den frei vor ihm auftauchenden Max Theile. So gesehen war das Beste für den Gast zur Halbzeitpause zweifellos das Ergebnis.
Nach dem Wechsel erhöhte der Gastgeber den Druck noch einmal deutlich. Jetzt war es zeitweise ein Spiel auf ein Tor, aus dem sich der Gast meist nur mit langen Bällen befreien konnte, die für Tom Renemann im Abwehrzentrum aber kein Problem darstellten. Auch jetzt wurden wieder gute Tormöglichkeiten herausgespielt, zunächst noch ohne Ertrag. Marlon Müller traf im Fünfmeterraum den Ball nicht richtig, Christopher Thuy zögerte frei im Strafraum zu lange und Adrian Lenhart verfehlte das Tor aus aussichtsreicher Schussposition. Mitte der zweiten Halbzeit kam der Gast zu seiner zweiten guten Torchance, aber die Hereingabe von Außen segelte sowohl an Benny Borsch im FSG-Tor als auch an dem heranfliegenden Gästestürmer vorbei. Die Bemühungen der Heimelf wurden dann doch belohnt. Volodymyr Chornii zwirbelte einen Pass von Marlon Müller zum Ausgleich in den linken Winkel. Kurz darauf lief Jens Munsch auf den SG-Tormann zu, der zwar den Ball eroberte, gleichzeitig aber den FSG-Stürmer rustikal abräumte. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, den Florian Grassmann gewohnt sicher verwandelte.
In den Schlussminuten musste sich der Gast spielstandsbedingt wieder mehr in der Offensive zeigen, aber bis auf vermehrt Eckbälle und einen Kopfball am zweiten Pfosten, der über das Tor ging, blieben klare Tormöglichkeiten aus. Das der Gast doch noch zu einem Punktgewinn kam, war dann eher glücklich. Ein FSG-Spieler spitzelte den Ball in der Rückwärtsbewegung unglücklicherweise direkt in die Beine eines Gästestürmers, der keine Mühe hatte, den Ausgleich zu erzielen. Auch für die letzte knifflige Situation vor dem eigenen Tor sorgte der Gastgeber selbst, als ein missglückter Abwehrversuch von Tom Renemann auf der Latte landete.
Fazit: Die FSG zeigte eine deutliche Steigerung gegenüber den Begegnungen der letzten Wochen. Insgesamt war vor allem mehr Struktur im Spiel nach vorne zu sehen und es wurden endlich wieder Tormöglichkeiten - im wahrsten Sinne - herausgespielt. Man hatte den Gegner besonders in der zweiten Halbzeit total im Griff. Darauf kann man aufbauen, selbst wenn es, was die Chancenverwertung angeht, Luft nach oben gibt.
FSG Bad Camberg/Dombach: Borsch, Schütz, T. Renemann, F. Grassmann, Theile, Gering, Weinandy, Lenhart, C. Thuy, Winkler, Chornii (M. Müller, T. Heinze, Munsch)
SG Weinbachtal: Geis, Hainz, Weber, Ketter, Rösen, Sauer, Alker, Sahin, Heil, Schermuly, N. Jung (Miegel, G. Maurer, Wallisch)
Torfolge: 0:1 Johann Rösen (17.), 1:1 Volodymyr Chornii (68.), 2:1 Florian Grassmann (71., Foulelfmeter), 2:2 Kevin Miegel (86.)
Schiedsrichter: Hans-Uwe Krämer (TuS Mensfelden) – Zuschauer: 55.
TuS Frickhofen einfach abgeklärter, cleverer
Kreisliga B: Nach der 0:2-Heimniederlage im „Kellerduell“ jetzt Vorletzter
(20.09.2026) FSG Bad Camberg/Dombach - TuS Frickhofen 0:2 (0:1)
VON HELMUT GRIESAND
Im Duell der „Kellerkinder“ gingen die Westerwälder als verdienter Sieger vom Platz. Schon vor dem 0:1 hatten die Besucher, die kompakt auftraten und nur wenig zuließen, die besseren Chancen ausgelassen. Der Führungstreffer fiel nach einer halben Stunde, als Fabian Schmidt mit einem etwa 35-m-Flachschuss in die lange Ecke Torwart Simon Schneider überraschte.
Die FSG, in der letzten Saison lange Zeit in der Spitzengruppe zu finden, kommt in dieser Runde einfach nicht in Tritt. Gewiss, die Mannschaft, wieder mit Ersatz angetreten, kann aus den unterschiedlichsten Gründen kein Spiel hintereinander mit dem gleichen Team antreten. Erfreulich aber, dass nach einer längeren Pause wieder einmal Fabian Stannarius und Florian Grassmann mit von der Partie waren.
Die Gäste, mit einer hochstehenden 4er-Kette, versuchten es meist auf dem direkten Weg, in die gefährliche Zone zu kommen. Der TuS war zweikampfstärker, gewann auch oft die sogenannten zweiten Bälle. So mussten die Gastgeber immer wieder viel Kraft aufwenden, um die Lederkugel erneut zu ergattern. Dabei wurden zu viele Stationen nach vorne benötigt, mitunter hektisch oder umständlich agiert, was wieder zu teils unnötigen Ballverlusten führte.
Oft kam der letzte Pass nicht an, da dieser entweder zu kurz oder zu lang geschlagen wurde oder das Spielgerät konnte vorne nicht festgemacht werden. Dennoch hätte der emsige Adrian Lenhart kurz vor dem Pausenpfiff ausgleichen können. Allerdings wäre es in dieser Situation besser gewesen quer spielen, anstatt zum Torschuss anzusetzen, um dann an Keeper Lukas Steinebach zu scheitern.
Gleich nach Wiederbeginn hatte auf der Gegenseite Louis Schwarz Pech, als sein Ball an der Latte landete (47.). Die Gastgeber gaben andererseits keinesfalls auf, brachten mit Max Theile, Daniel Holzhäuser und Volodymyr Chornii drei neue Kräfte, doch die Angreifer kamen nur sporadisch hinter die Kette. So beispielsweise, als auf Flanke von Kapitän Adrian Lenhart „Oldie“ Volodymyr Chornii aus kurzer Distanz die faustdicke Chance zum 1:1 nicht nutzen konnte (63.).
Keine Frage: Frickhofen war abgeklärter, cleverer und vor allem stark im Umschaltspiel. Mit dem 0:2 kurz vor dem Ende war die Messe dank dem eingewechselten Robin Meyer endgültig gelesen.
Mit diesem Sieg verbesserte sich der TuS Frickhofen in der Tabelle von Rang 15 auf 12. Die FSG Bad Camberg/Dombach muss dagegen jetzt mit dem vorletzten Platz vorliebnehmen.
FSG Bad Camberg/Dombach: Schneider, F. Grassmann, T. Heinze, M. Scherf, Gering, Stannarius, Lenhart, T. Renemann, C. Thuy, Winkler, B. Weinandy (Holzhäuser, Theile, Chornii)
TuS Frickhofen: Steinebach, Yildrim, Gotthardt, J. Schmidt, Hannappel, Sommer, Schwarz, F. Schmidt, Zell, L. Martin, Marysko (Meyer, da Fonseca da Silva, Weller)
Tore: 0:1 Fabian Schmidt (30.), 0:2 Robin Meyer (84.)
Schiedsrichter: Michael Vogt (TuS Niederneisen) - Zuschauer: 45
FSG Runkel/Schadeck außer Rand und Band
Kreisliga B: 1:7-Niederlage schmerzt; Tim Grzesista muss verletzt den Platz verlassen
(13.09.2026) FSG Runkel/Schadeck – FSG Bad Camberg/Dombach 7:1 (2:0)
VON HELMUT GRIESAND
Bei Dauerregen spielten sich die Gastgeber regelrecht in einen Rausch. Die mit mehrfachem Ersatz angetretenen Badestädter hatten es von Beginn an mit einem hochmotivierten Gegner zu tun, der alles in die Waagschale warf. Schon vor dem 1:0 durfte sich Ersatzkeeper Simon Schneider, der wegen Personalnot im April 2025 letztmals zwischen den Pfosten stand, erstmals auszeichnen. Die erste Chance auf der Gegenseite verpasste Jonas Winkler in der Mitte, nachdem Tom Renemann die Lederkugel in die Box geschlagen hatte (23.).
Ständige Unruheherde bei den Hausherren waren Luca Bitsch und Simon Scholz. Trimor Berisah, ebenfalls sehr agil, besorgte mit einem Schuss in die lange Ecke das 2:0 (37.). Einen Torwartabpraller vom ansonsten aufmerksamen heimischen Schlussmann Tom Orazem konnte Kapitän Adrian Lenhart nicht zum Anschlusstreffer verwandeln (40.). Als kurz davor sein Mannschaftskamerad Tim Grzesista nach einem schlimmen Foul verletzt den Platz verlassen musste, hatte „Übeltäter“ Luca Bitsch Glück, dass er nur mit der gelben Karte bestraft wurde.
Nach dem 2:0-Pausenstand legten die Gastgeber weiter los wie die Feuerwehr. Erst knallte Luca Bitsch die Kugel an das Außennetz, dann landete ein Schuss von Simon Scholz an der Latte (50.). Nur 60 Sekunden später beseitigte Murat Aktas mit dem 3:0 die allerletzten Zweifel am Sieg, der freilich nie ernsthaft in Gefahr war.
Die Besucher bemühten sich zwar redlich, hatten auch Möglichkeiten, doch die Angreifer waren in der gefährlichen Zone zu unentschlossen, um die sattelfeste heimische Defensive samt Keeper Tom Orazem ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Stattdessen fielen auf der anderen Seite in regelmäßigen Abständen noch drei Treffer (61., 78., 81.), ehe den nie aufgebenden Gästen dank Adrian Lenhart per Foulelfmeter der Ehrentreffer gelang. Den Schlusspunkt zum verdienten 7:1-Kantersieg setzte ebenfalls per Strafstoß der eingewechselte Lukas Gröger drei Minuten vor dem Abpfiff.
Für die Angereisten war es im wahrsten Sinne des Wortes ein gebrauchter Tag, den man schnell ad acta legen sollte. Der Sieger präsentierte sich auf der anderen Seite auch deutlich stärker, als es der Tabellenplatz vermuten ließ. Der verdiente Lohn: Verbesserung um drei Plätze, wobei die Lahneburger auch die Besucher in der Rangfolge überholten.
Schiedsrichter Oliver Bahn war ein guter, umsichtiger Leiter.
FSG Runkel/Schadeck: Orazem, Mendler, Haub, N. Schranz, Hoxha, Elmaslouhi, S. Scholz, Cunningham, Aktas, Bitsch, Berisha (L. Gröger, Vollbracht)
FSG Bad Camberg/Dombach: Schneider, T. Grzesista, T. Heinze, Scherf, Gering, F. Schütz, Lenhart, T. Renemann, Theile, Winkler, Lyon (Munsch, M. Müller, Edrisnur)
Tore: 1:0 Simon Scholz (22.), 2:0 Timor Berisha (37.), 3:0 Murat Aktas (52.), 4:0 Simon Scholz (61.), 5:0 Trimor Berisha (78., Kopfball nach Ecke), 6:0 Luca Bitsch (81.), 6:1 Adrian Lenhart (84., Foulelfmeter), 7:1 Lukas Gröger (87., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Oliver Bahn (FC Eddersheim) – Zuschauer: 30.
Jens Munsch lässt die Badestädter jubeln
Kreisliga B: Erster Saisonsieg; jetzt gilt es, in Runkel nachzulegen
(06.09.2026) FSG Bad Camberg/Dombach – FCA Niederbrechen II 1:0 (0:0)
VON HELMUT GRIESAND
Nach bisher nur einem Remis – bei drei knappen Niederlagen - gelang dem Tim-Zengeler-Team der erste Saisonsieg mit dem knappsten aller Ergebnisse. In einer weitgehend ausgeglichenen Partie, die vom Referee Thomas Bakalo souverän geleitet wurde, durften die Badestädter nach dem Abpfiff freudestrahlend den Dreier feiern.
Die Stürmer taten sich beiderseits mitunter schwer gegen die starken Defensivabteilungen, die nur relativ wenig klare Möglichkeiten zuließen. Philipp Kremer (FCA) vergab die erste Chance nach neun Minuten, ebenso sein Mitspieler Vladysiaw Kolodi mittels Freistoß (32.). Überhaupt kam beiderseits speziell bei Standards Gefahr auf. Nach einem schönen Spielzug setzte der lauffreudige FSG-Angreifer Adrian Lenhart den Ball an die Latte (37.). Zwei Minuten später hatte Christopher Thuy ebenfalls die Führung auf dem Stiefel.
Nach dem Wechsel zögerte der Adrian Lenhart (FSG) zu lange mit dem Abschluss, dann prüfte Tom Renemann den aufmerksamen Gästehüter Yannik Schneider (50.) Keine Frage, die Hausherren drängten nun auf die Entscheidung. Für die sorgte FSG-Oldie Jens Munsch, nachdem dieser erst kurz zuvor den Platz betreten hatte (55.). Als die Nummer 17 vor Keeper Yannik Schneider auftauchte, brachte der Stürmer die Lederkugel unhaltbar im Netz unter. In der Folgezeit waren die Gastgeber am Drücker, konnten aber keine weiteren Treffer erzielen, weil mitunter zu lange mit dem finalen Torschuss gewartet wurde. In der 63. Minute zielte Marlon Müller knapp neben das Gehäuse; 60 Sekunden später traf Philipp Kremer vom FCA nur das Außennetz.
Keine Frage, die Alemannen gaben sich noch nicht geschlagen, doch die Schlussoffensive verpuffte nahezu wirkungslos. Sehenswert ein Fallrückzieher von Noah Breser, der aber das Ziel verfehlte (90.+4). Schon zuvor musste der einheimische Schlussmann Eric Dörfl verletzt ausscheiden und durch Fabian Riedel ersetzt werden (77.). Der Nachwuchsmann hielt auch in der verbleibenden Spielzeit seinen Kasten sauber, wie schon zuvor bei den Reserven.
FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, T. Grzesista, T. Heinze, Weinandy, Gering, F. Schütz, Lenhart, T. Renemann, M. Scherf, Thuy, Winkler (Munsch, M. Müller, Riedel/ETW)
FCA Niederbrechen II: Y. Schneider, Mehnert, Renninger, Frei, J.P. Eisenbach, Eberhardt J. Schneider, Chan, P. Kremer, Stein, Kolodu (D. Eisenbach, Breser, Zell, Zenz)
Tor: 1:0 Jens Munsch (55.)
Schiedsrichter: Thomas Bakalo (SG Nieder-/Obermeilingen) – Zuschauer: 50.
Der Gastgeber nutzt seine Möglichkeiten einfach besser
Kreisliga B: Wirklich schade, wieder muss sich die Zengeler-Elf knapp geschlagen geben
(30.08.2026) SG Niedertiefenbach/Dehrn II – FSG Bad Camberg/Dombach 3:1 (2:1)
VON MICHAEL MÖHRING
Zu Beginn tat sich erst einmal nicht viel und die Begegnung spielte sich meist zwischen den beiden Strafräumen ab. Die Führung für die SG dann auch nach einem Distanzschuss, den Benny Borsch im FSG-Tor zur Seite abwehren konnte, gegen den Nachschuss - durchaus aus abseitsverdächtiger Position – dann aber keine Abwehrmöglichkeit hatte. Direkt im Anschluss daran setzte Volodymyr Chornii einen Freistoß an die Latte des SG-Tores. In den nächsten Minuten tat sich wieder nicht viel. Benny Borsch musste mal eingreifen, aber bis auf den einen oder andere Eckstoß gab es in den Strafräumen erst einmal nichts zu sehen. Die 2:0-Führung dann doch nach einem Eckball, als ein SG-Spieler die Hereingabe unbedrängt einköpfen konnte. Danach zeigt sich die FSG-Abwehr kurz verunsichert, ohne dass der Gastgeber dies nutzen konnte. Offensiv kam von dem Gast in dieser ersten Hälfte sehr wenig, trotzdem gelang vor der Pause der Anschlusstreffer durch Adrian Lenhart, der mit einem schönen Distanzschuss traf.
Die zweite Halbzeit begann mit einer Drangperiode des Gastes, der mit einem jetzt deutlich präziseren Kombinationsspiel die Abwehr der Gastgeber stärker unter Druck setzte. Gleich drei Großchancen durch Philipp Fabian Gehring und Jonas Winkler wurden aber liegengelassen. Dafür reichte der SG eine einzige Tormöglichkeit nach dem Wechsel - mal abgesehen von einer weiteren in der Nachspielzeit - zum Heimsieg. Trotz jetzt deutlich mehr Spielanteilen in der verbleibenden Spielzeit, das Tor der Gastgeber geriet nicht mehr so richtig in Gefahr.
Fazit: In einer eher chancenarmen Begegnung lag der wesentliche Unterschied darin, dass die SG die sich bietenden Möglichkeiten effektiver nutzte. Das Spiel der FSG war aber auch insgesamt in der Offensive über weite Strecken einfach zu harmlos, was vor allem an der fehlenden Präzision bei den Pässen in die Tiefe lag. Und ein - wie immer - gutes Gegenpressing nutzt wenig, wenn der Ball zu schnell wieder verlorengeht.
SG Niedertiefenbach/Dehrn II: L. Schlitt, FV Schlitt, J. Heun, H. Heun, Burggraf, M. Löw, B. Weisser, M. Jung, T. Weißer, Seiwert, Wahl (Schwarberg, J.W. Graulich, Litzinger)
FSG Bad Camberg/Dombach: Borsch, T. Heinze, Urban, M. Scherf, F. Schütz, Gering, F. Grassmann, Chornii, Lenhart, Thuy, Winkler (M. Müller, Theile)
Tore: 1:0 Mirco Löw (10.), 2:0 Moritz Jung (30.), 2:1 Adrian Lenhart (40.), 3:1 Jonas Heun (61.)
Schiedsrichter: keine Angabe - Zuschauer: 40.
SG Hirschhausen/Bermbach hat knapp die Nase vorn
Kreisliga B: Nach dem frühen Platzverweis von Tafarie M. Crooks nur noch zu zehnt
(23.08.206) FSG Bad Camberg/Dombach – SG Hirschhausen/Bermbach 3:4 (2:2)
VON HELMUT GRIESAND
In der intensiv geführten Partie schenkten sich beide Seiten nichts. Bis zum Abpfiff blieb es spannend, schlug das Pendel hin und her.
Die FSG hatte einen Blitzstart. Nach gekonnter Ballstafette über Magnus Scherf und Adrian Lenhart traf Philipp Gering sehenswert in Minute sieben zur 1:0-Führung. Als Abwehrchef Tafarie M. Crooks (FSG) wegen Nachtretens Rot sah (15.), musste Tom Renemann in die Deckung rücken und fehlte so im Angriff. Die aufkommende Verunsicherung nutzten die Gäste konsequent aus und drehten binnen zwei Minuten die Partie dank Luca Kramm (23.) und Levin Sitter (25.) Tom Renemann machte dann seine Sache in der Defensive - wie auch die Nebenleute – gut. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte konnte schließlich Sebastian Urban für die Badestädter ausgleichen (2:2) und so seinen Farben neue Hoffnung geben.
Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit drängten die Mannen von Trainer Kai Florian Betz auf die Entscheidung. Und es sah gut aus, denn der starke Cedric Lehnhardt, gerade erst eingewechselt, war gleich doppelt erfolgreich (58., 74.). Das letzte Aufbäumen der Tim-Zengeler-Truppe führte dank Tom Renemann noch zum 3:4-Anschlusstreffer, zu mehr reichte es gegen das inzwischen auch dezimierte Gastteam (Nico Demmer erhielt die Ampelkarte; 84.) jedoch nicht mehr.
Beiderseits konnten im Verlauf der Begegnung noch viele gute Möglichkeiten nicht genutzt werden. Entweder hatten die Keeper - Fabian Riedel hier und Marvin Ehring dort – etwas dagegen, war Pech im Spiel oder das Ziel wurde mitunter nur knapp verfehlt. Der Notizblick des Chronisten war randvoll, so dass nicht auf jede einzelne Torchance der Kontrahenten, die auf Augenhöhe duellierten, in diesem Rapport eingegangen werden kann.
Am Ende durfte sich die SG, die auch das Hinspiel in Hirschhausen mit 3:1 gewonnen hatte, erneut über die drei Punkte freuen, während die Gastgeber weiterhin auf den ersten Saisonsieg warten.
FSG Bad Camberg/Dombach: Riedel, T. Heinze, Crooks, B. Weinandy, Gering, F. Schütz, Lenhart, Urban, M. Scherf, T. Renemann, Winkler (T. Grzesista, M. Müller, M. Theile, Borsch/ETW)
SG Hirschhausen/Bermbach: Ehring, Volkmann, J. Sitter, Mansel, Blanarsch. Beschormer, L. Sitter, Langer, Kramm, P. Kramer, Demmer (Appl, Richter, Lehnhardt, Sander, R. Kramer, Volkmann)
Tore: 1:0 Philipp Gering (7.), 1:1 Luca Kramm (23.), 1:2 Levin Sitter (25.), 2:2 Sebastian Urban (45.+1), 2:3 Cedrik Lehnhardt (58.), 2:4 Cedrik Lehnhardt (74., 3:4 Tom Renemann (77.).
Schiedsrichter: Ruben Jung (SV RW Hadamar) – Zuschauer: 70.
Union setzt tolle Erfolgsserie fort
Kreisliga B: Sebastian Urban und Timon Heinze lassen beste Chancen aus
(06.08.2026)
FSG Bad Camberg/Dombach – Union Dauborn/Kirberg/Neesbach/Ohren ll 0:1 (0:1)
VON HELMUT GRIESAND
Auf dem Rasenplatz der Kneippstadt setzte die Viererkombination saisonübergreifend auch im 14. Spiel hintereinander die Erfolgsserie fort. Der knappe Sieg geht per Saldo auch in Ordnung, denn die Elf von Trainer Alexander Tatarenko wirkte vor allem auch cleverer, abgeklärter. Gewiss, von den Chancen her hätte die Partie auch 3:3 ausgehen können. Die Besucher hatten den besseren Start. Doch die Abwehr um Tafarie M. Crooks stand sicher. Einen starken Eindruck hinterließ vor allem im ersten Abschnitt auch Nachwuchsspieler Ben Weinandy. Vorne versuchte es Philipp Fabian Gering mit einem Weitschuss (14.). Doch die erste Doppelchance ließen auf der Gegenseite nur 60 Sekunden später Jannik Nenz und Volkan Subasi nach einer Hereingabe von rechts liegen. In der Folgezeit verlief die Partie ausgeglichen. Während die Platzherren mitunter die Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt hatten, gingen die Besucher zielgerichteter zu Werke. Vor allem wurde mit langen Bällen das Mittelfeld überbrückt, während die FSG zu viele Stationen benötigte und oft auch zu umständlich agierte. Schnelle Ballverluste gerade in der Vorwärtsbewegung blieben immer wieder in den Gästebeinen hängen, die dank schnellem Umschalten ihre blitzartig vorgetragenen Attacken starten konnten. Als alles schon mit einem torlosen Pausenstand rechnete, war es geschehen. Eine Abwehr von FSG-Keeper Eric Dörfl geriet zu einem Pressschlag, der Ball landete danach vor den Füßen von Jannik Nenz. Die Nummer 9 spurtete davon und konnte vom nachlaufenden Jens Munsch nicht mehr am erfolgreichen Torschuss gehindert werden.
Gleich nach dem Wechsel hatte FSG-Angreifer Sebastian Urban – nach schöner Kombination über Adrian Lenhart – den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Stürmer ballerte das Leder über das leere Gehäuse (53.). Pech hatte andererseits vis à vis Jonas Scheid mit einem Lattentreffer (61.). In der 77. Minute lag wieder der Ausgleich in der Luft, doch nach Zuspiel von Adrian Lenhart vergab der aufgerückte Timon Heinze in bester Position überhastet. Union-Torsteher Marcel Mäuer brauchte also nicht einzugreifen, war ansonsten auf der Hut. Auf der anderen Seite musste FSG-Keeper Eric Dörfl verletzt ausscheiden (80.) und durch den jungen Fabian Riedel ersetzt werden, der sich auch gleich bewähren durfte. Glück hatte der Schlussmann aber kurz vor dem Ende, als Volkan Subasi mit dem Leder nur die Latte touchierte.
In der äußerst fairen Begegnung sahen nur Philipp Fabian Gering (FSG) und Joshua Schrot (Union) den gelben Karton. Schiedsrichter Niklas Reutzel zeigte eine starke Leistung.
FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, Munsch, Crooks, T. Heinze, Weinandy, Gering, F. Schütz, Lenhart, Urban, Scherf, T. Rennemann (Riedel/ETW, Lobov, O. Stasiuk, M. Müller)
Union Dauborn/Kirberg/Neesbach/Ohren: Mäuer, Busche, Wagner, Strom, Kurz, Haase, Nenz, Hummer, Subasi, Hofmann, Wettengl (Fahrner, Scheid, Schrot, Schneider)
Tor: 0:1 Jannik Nenz (44.)
Schiedsrichter: Niklas Reutzel (TuS Beuerbach) – Zuschauer: 80.
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Das Glück der Tüchtigen
Kreisliga B: Turbulente Endphase; kurz vor dem Abpfiff rettet Eric Dörfl das 2:2
(31.07.2026) TuS Dietkirchen III – FSG Bad Camberg/Dombach 2:2 (1:1)
VON MICHAEL MÖHRING
In einem von Beginn an intensiven Spiel hatte der Gastgeber nicht so ganz überraschend mehr Anteile. In der ersten halben Stunde tat sich vor beiden Toren aber nicht viel. Die Führung des TuS dann durch ein großzügiges Gastgeschenk. Ein FSG-Abwehrspieler hatte den Ball an der Eckfahne unter Kontrolle, anstatt ihn über Außen nach vorne zu bringen, bediente er einen Stürmer zentral an der Strafraumgrenze, der mit einem sehenswerten Distanzschuss traf. Danach wurde das Spiel auch chancenmäßig lebhafter. Adrian Lenhart scheiterte ebenso freistehend am TuS-Torhüter, wie auf der anderen Seite ein Angreifer der Gastgeber an Eric Dörfl im FSG-Tor. Der Ausgleich dann wiederum durch Adrian Lenhart, der eine Hereingabe von Sebastian Urban gleich gegen zwei Abwehrspieler plus Tormann durchwurstelte und den Ball zum Halbzeitstand über die Linie schob.
Der zweite Durchgang begann mit einer Drangperiode des Gastgebers und gleich mehreren Freistößen in Strafraumnähe. Bis auf einen Kopfball, der nach einem Eckstoß knapp über das Tor strich, blieb die Gefahr für das FSG-Tor überschaubar. Aber auch der Gast zeigte sich danach wieder in der Offensive. Adrian Lenhart testete den TuS-Torhüter mit einem 35-Meter- Freistoß und seine Hereingabe in den Fünfmeterraum konnte Philipp Fabian Gering nicht kontrollieren. Der TuS hatte weiterhin mehr Spielanteile und brachte sich nach schnellen Ballgewinnen mehrfach in aussichtsreiche Kontersituationen, die dann aber nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Entweder kam das Abspiel zu spät oder ein Abwehrbein stand erfolgreich im Wege. Die größte Möglichkeit vereitelte Eric Dörfl, der einen Schuss aus kürzester Entfernung abblockte. Auf der anderen Seite setzte auch der Gast die TuS-Abwehr immer wieder unter Druck, ohne die ganz großen Torchancen. So bewegte sich das Spiel so langsam auf ein Unentschieden zu, bis der Ball nach einem dreifachen Pressschlag bei einem TuS-Stürmer landete, der das 2:1 erzielte. Die letzten 10 Minuten warf der Gast naturgemäß alles nach vorne und nachdem ein Schuss von Magnus Scherf aus kurzer Entfernung abgeblockt werden konnte, wurde eine der jetzt zahlreichen scharfen Hereingaben in der Nachspielzeit von einem TuS-Abwehrspieler ins eigene Netz abgefälscht. Aber das war es noch nicht, denn praktisch mit dem Abpfiff rettete Eric Dörfl das Unentschieden.
Fazit: So wie das Ergebnis zustande kam, war die Punkteteilung gegen einen starken und über weite Strecken spielbestimmenden Gastgeber glücklich. Andererseits hielt die FSG die gesamten 90 Minuten dagegen, stand in der Abwehr – für das erste Punktspiel – sicher, ließ sich auch durch einen Rückstand nicht beeindrucken und war mit schnellem Spiel nach vorne immer in der Lage, dem Gegner weh zu tun. Über eine knappe Niederlage hätte man sich vermutlich auch nicht beschweren können. Aber für einen Saisonauftakt ist es so natürlich deutlich besser.
TuS Dietkirchen III: Hahn, Glawe, P. Pötz, P. Schmitt, L. Schmitt, Wolf, Geisler, Ferger, Voss, Jost, Bauer (Proft, P. Schäfer, Geis)
FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, Munsch, T. Heinze, C. Thuy, Gering, F. Schütz, Lenhart, Urban, M. Scherf, Winkler, M. Müller (Lobov, T. Renemann, B. Weinandy, O. Stasiuk)
Tore: 1:0 Lukas Schmitt (25.), 1:1 Adrian Lenhart (35.), 2:1 Lukas Schmitt (85.), 2:2 Pascal Schäfer (90.+3, Eigentor)
Schiedsrichter: Siegfried Anselm (FC Freudenberg) - Zuschauer: 40