Das lange Warten auf den zweiten   Treffer wäre nicht nötig gewesen

Kreisliga B: Frühes 1:0 von Tom Renemann folgt spätes 2:0 dank Volodymyr Chornii

 

(16.11.2025) FSG Bad Camberg/Domhach – FCA Niederbrechen II  2:0 (1:0)

 

VON MICHAEL MÖHRING

In einer vom Gastgeber - bis vielleicht auf die Schlussphase - hochüberlegen geführten Begegnung, war der Gast mit dem Ergebnis insgesamt gut bedient.

Die FSG begann furios und ging bereits kurz nach Anpfiff in Führung. Einen weiten Pass von Finn Witte auf rechts zu Magnus Scherf und seine Hereingabe schob Tom Renemann am zweiten Pfosten über die Torlinie. Auch in den Minuten danach gab es gute Einschussmöglichkeiten und die immer wieder nach dem bewährten Muster, mit langen Bällen über die Außenpositionen und Hereingaben in den Strafraum, denen es dann aber an Präzision fehlte. Erst nach einer Viertelstunde kam der Gast etwas besser ins Spiel, ohne Eric Dörfl im FSG-Tor auch nur annähernd Probleme bereiten zu können. Und bis auf einen Distanzschuss, der sein Ziel aber auch deutlich verfehlte, blieb der Gast vor der Pause ohne nennenswerte Tormöglichkeit. Das lag vor allem daran, das der Gastgeber mit einem aggressiven Gegen-Pressing nach Ballverlust, kein strukturiertes Aufbauspiel der Alemannia zuließ. So spielte sich die Begegnung mit weiteren Tormöglichkeiten fast ausschließlich in der Hälfte des Gastes ab. Der FCA-Torhüter lenkte eine Drehschuss von Fabian Stannarius an den Pfosten, Jonas Winkler scheiterte mit einer großartigen Direktabnahme aus der Distanz an einer ebenso großartigen Parade des Gästetorhüters und Tom Renemann hätte nach einem weiteren langen Ball über links vielleicht besser selbst den Abschluss gesucht, als noch einmal in die Mitte zu passen. So blieb es bis zur Halbzeitpause bei der hochverdienten aber knappen Führung.

Auch den zweiten Durchgang begann der Gastgeber gleich mit zwei guten Tormöglichkeiten. Zuerst schlenzte Fabian Stannarius den Ball aus halbrechter Position an den Querbalken, danach wurde sein Flugkopfball nach einer Ecke gerade so von der Linie gekratzt. Die deutliche Überlegenheit der FSG hielt an, aber es zeigte sich wie schon in der ersten Halbzeit, dass es mit Kombinationen durch die Mitte, gegen die dichte Abwehr nur schwer ein Durchkommen gab. Adrian Lenhart und Tom Renemann versuchten es mit Distanzschüssen, die dem FCA-Torhüter aber keine Problem bereiteten. Wenn etwas ging, dann wie gewohnt mit langen Bällen über die Flügel, aber auch hier fehlte es den Hereingaben immer wieder an der letzten Präzision. Nach gut einer Stunde dann auch die erst gute Tormöglichkeit für die Gäste. Der Abschluss von halbrechts ging aber nur ans Außennetz. Trotz des permanenten Anlaufens sah es gegen Ende doch so aus, sich mit der knappen Führung begnügen zu müssen. Aber auch dessen konnte man sich nicht sicher sein, denn es begannen die besten 15 Minuten der Gäste mit der einen oder anderen guten Tormöglichkeit. Aber Eric Dörfl zeigte sich jederzeit aufmerksam und wurde dann doch nicht richtig ernsthaft geprüft. Trotzdem setzte die Alemannia natürlich alles auf eine Karte und lief in der Nachspielzeit in einen Konter. Volodymyr Chornii nahm einen Abschlag von Eric Dörfl auf und schob den Ball am Gästetorhüter vorbei zum Endstand ins Netz.

Fazit: Insgesamt ein dominante Vorstellung des Favoriten, der bis auf die wenigen Minuten gegen Ende so gut wie nichts zuließ. Bei etwas mehr Präzision im Abschluss hätte man sich das Leben aber deutlich einfacher machen können.

FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, Munsch, Witte, F. Schütz, F. Grassmann, Stannarius, Lenhart, Winkler, Scherf, Maurer, T. Renemann (Lyon, C. Thuy, Urban, Schmidt Galan, Chornii)

FCA Niederbrechen II: D. Gerlach, J.P. Eisenbach, N. Baursch, T. Schneider, Eberhardt, D. Steul, Reusch, J. Gerlach, Königstein, D. Eisenbach, Y. Baursch (Dreier, Kremer, Olajos, J. Flögel)

Tore: 1:0 Tom Renemann (6.), 2:0 Volodymyr Chornii (90.+4)

Schiedsrichter: Patrick Fangmann (FC Marxheim) – Zuschauer: 50.

 

Verdienter Arbeitssieg gegen starke Löhnberger

Kreisliga B: Erst in der Nachspielzeit gelingt Fabian Stannarius per Strafstoß das 5:3

           

 

(09.11.2025) FSG Bad Camberg/Dombach – TuS Löhnberg 5:3 (1:1)

 

VON HELMUT GRIESAND

 

Vorweg, der TuS Löhnberg präsentierte sich auf den Bad Camberger Kunstrasen deutlich stärker, als es der Tabellenstand vermuten ließ. Das Schlusslicht setzte auch nach fünf Minuten das erste Ausrufezeichen, als ein Freistoß nur knapp das Ziel verfehlte. Als zwei Zeigerumdrehungen später Fabian Stannarius mit einem Weitschuss – Keeper Nils Schuster stand etwas zu weit vor seinem Kasten – die heimische Führung erzielte, schien für die Tim-Zengeler-Elf alles nach Plan zu laufen. Doch weit gefehlt! Denn unmittelbar, nachdem Geburtstagskind Tom Maurer nach schöner Kombination den Gästehüter Nils Schuster geprüft hatte,  zirkelte der später verletzt ausgeschiedene Spielertrainer Kristijan Pranjic einen Freistoß in den Winkel zum 1:1 (20.). Die Hausherren erhöhten nun zwar den Druck, doch die Besucher spielten weiter gut mit, kombinierten zielstrebig und blockten andererseits in der Defensive so manchen heimischen Torschuss im letzten  Moment ab.  Freilich hatten Adrian Lenhart im Doppelpack sowie Tom Maurer mit Lattentreffern großes Pech, doch auch Artur Allerdings zielte einen Freistoß nur knapp am Gehäuse von Burak Akcayir vorbei. So ging man mit 1:1 in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang verpasste das Oberlahnteam sogar in Front zu ziehen, doch Serkaan Gueltekin scheiterte mit einem Foulelfmeter am Querbalken (53.). Als auf der Gegenseite Kapitän Adrian Lenhart nach gelungenem Kombinationsspiel die erneute FSG-Führung gelang (56.), war es drei Minuten später der aufgerückte Abwehrmann Finn Witte, der mit einem Schuss aus dem Hinterhalt gar auf 3:1 erhöhte (60.). Doch damit war die Messe noch nicht gelesen, denn der eingewechselte, stark aufspielende Francesco Perna konnte kurz darauf auf 2:3 verkürzen. Und so ging das  muntere Torschießen weiter. Der ins Match  gekommene Jonas Winkler freute sich,  kam er doch zu seinem ersten Saisontreffer (73.). Danach hätte Fabian Stannarius den Sack endgültig zu machen können, doch gleich zweimal hintereinander lenkte der gute TuS-Zerberus Nils Schuster seine scharf getretenen Schüsse mit Bravour um das Viereck (75.). Turbulent dann die Schlussphase. Erst musste Serkaan Gueltekin (Löhnberg, gute Besserung!) ohne Fremdeinwirkung verletzt vom Platz getragen werden, dann verließ der  kurz zuvor hereingekommene Philipp Gering (FSG) nach einem Zuruf aus dem eigenen Lager verärgert den Ort des Geschehens (87.).

Die Nachspielzeit hatte es dann noch einmal in sich. Magnus Scherf scheiterte an Nils Schuster (90.+2), dann verkürzte Alvaro Farrona Gonzalez auf 3:4, ehe Fabian Stannarius per Foulelfmeter den 5:3-Schlusspunkt setzte (90.+5).

Der FSG-Erfolg geht unter dem Strich in Ordnung, ist aber in die Kategorie „Arbeitssieg“ einzustufen. Hut ab vor dem TuS Löhnberg, der seine Haut so teuer wie möglich verkaufte und  auch so einen guten Gesamteindruck  hinterließ.

FSG Bad Camberg/Dombach: Akcayir, T. Heinze, Witte, F. Schütz, F. Grassmann, Lenhart, Stannarius, Scherf, C. Thuy, Maurer, T. Renemann (Chornii, Lyon, Winkler, Schmidt Galan, Gering)

TuS Löhnberg: Schuster, Pranjic, I. Kiyak, S. Kiyak, Gueltekin, Karalaya, Farhang, A. Allerdings, Farrona Gonzalez, B. Kiyak, Dienst (Bayram, Özdemir, Perna)

Tore: 1:0 Fabian Stannarius (7.), 1:1 Kristijan Pranjic (20.), 2:1 Adrian Lenhart (56.), 3:1 Finn Witte (60.), 3:2 Francesco Perna (62.), 4:2 Jonas Winkler (73.), 4:3 Alvaro Farrona Gonzalez (90.+3), 5:3 Fabian Stannarius (90.+5, Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Jörg Glasner (RSV Würges)  - Zuschauer: 50.

Ein hartes Stück Arbeit

Kreisliga B:  Fabian Stannarius (2) und Tom Maurer übertrumpfen 0:1-Rückstand

 

(02.11.2025) TuS Frickhofen – FSG Bad Camberg/Dombach 1:3 (1:2)

 

VON MICHAEL MÖHRING

Das Spiel begann gleich mit einem Aufreger, als ein Schuss von Volodymyr Chornii aus kurzer Entfernung abgewehrt wurde und ein Abwehrspieler der Heimmannschaft den Ball an die Latte des eigenen Tores setzte. Auch in den folgenden Minuten kombinierte sich der Gast immer wieder aussichtsreich in den TUS-Strafraum, aber Volodymyr Chornii und Tom Maurer scheiterten gleich zweimal am gegnerischen Tormann und Tom Mauer setzte einen Distanzschuss hauchdünn am rechten Pfosten vorbei. Der Führungstreffer schien nur eine Frage der Zeit, aber so nach und nach kam auch der Gastgeber besser ins Spiel, und das fast ausschließlich mit langen Bällen in die Spitze. Klare Tormöglichkeiten ergaben sich keine, aber die Gästeabwehr wurde jetzt deutlich stärker unter Druck gesetzt. Nach dem Spielverlauf und den Tormöglichkeiten bis dahin fiel der erste Treffer eigentlich auf der falschen Seite. Ein Freistoß segelte in den FSG-Strafraum, konnte nicht sauber geklärt werden und landete im dritten Versuch im Netz. Aber noch vor der Pause schlug der Gast zurück. Zuerst versenkte Fabian Stannarius per Kopf einen von Tom Maurer getretenen Eckball. Kurz darauf der nächste Auftritt des Duos. Diesmal verlängerte Tom Mauer eine Vorlage von Fabian Stannarius zur Halbzeitführung, die dem bisherigen Spielverlauf auf jeden Fall besser gerecht wurde.

Die FSG begann den zweiten Durchgang gleich mit einer Tormöglichkeit, aber das sollte auch für längere Zeit die letzte gewesen sein. Der Gastgeber übernahm jetzt das Kommando und gegen das robuste und aggressive Spiel der TUS gelang es dem Gast immer seltener, auch offensiv Akzente zu setzen. Die FSG-Abwehr um Finn Witte, Tom Renemann und Felix Schütz stand zwar gut und richtig gute Tormöglichkeiten waren weiterhin Mangelware, es gab aber einfach zu wenig Entlastung und der zunehmende Druck ließ nichts Gutes erahnen. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal richtig turbulent. Zuerst setzte der Gastgeber einen Distanzschuss an die Latte, den Nachschuss holte Burak Akcayir im FSG-Tor aus dem Winkel und der Schiedsrichter zeigte nach dem sich anschließenden Getümmel im Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Die Möglichkeit zu dem zu diesem Zeitpunkt vielleicht nicht einmal unverdienten Ausgleich vergab die TUS aber sehr deutlich. Praktisch im Gegenzug stand dafür Fabian Stannarius nach einer Hereingabe von Magnus Scherf richtig und machte mit seinem Doppelpack endgültig den Deckel drauf.

Fazit: Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit, in der man durchaus höher hätte führen können, bekam die Mannschaft von Tim Zengeler nach der Pause zunehmend Probleme mit dem körperbetonten Spiel des Gastgebers. Eine kompakte Abwehrleistung der gesamten Mannschaft verhinderte zwar Schlimmeres, nach vorne ging aber einfach zu wenig. Trotzdem zeigte sich die Mannschaft wie schon in der Vorwoche auch in schwächeren Phasen insgesamt stabil und hatte mit dem verschossenen Elfmeter kurz vor Schluss auch das Quäntchen Spielglück.

 

TuS Frickhofen: Lukas Steinebach, Hannappel, Leon Steinebach, J. Schmidt, Iwan, Meyer, Imeri, Marysko, Martin, Zell, Pikalov (Sommer, Uyanik, J. Barfuss, Saritas, L. Herdering)

FSG Bad Camberg/Dombach: Akcayir, Witte, T. Renemann, F. Schütz, F. Grassmann, Lyon, Stannarius, Scherf, Winkler, Maurer, Chornii  (C. Thuy, Munsch, Dorweiler, Gering, Riedel/ETW)

Tore: 1:0 Leon Steinebach (32.), 1:1 Fabian Stannarius (41., Kopfball), 1:2 Tom Maurer (45.+1, Kopfball), 1:3 Fabian Stannarius (90.+2)

Schiedsrichter: Athiethan Birabakaran (TuS Niedershausen) - Zuschauer: 45.

 

Nach dem Platzverweis bedurfte es einer Energieleistung

Kreisliga B: Beide Teams schenken sich nichts;  FSG-Keeper Burak Akcayir in Topform

 

(26.10.2025) FSG Bad Camberg/Dombach – FSG Gräveneck/Seelbach 2:1 (1:1

 

VON MICHAEL MÖHRING

Die Anfangsminuten diese Spiels waren verteilt, ohne große Torszenen. Der Gast versuchte es überwiegend mit langen Bällen, auf die immer an der Abseitsgrenze lauernden Stürmer, die vom insgesamt guten Schiedsrichter mal abgepfiffen wurden und mal nicht. Was ohne Gespann zugegebenermaßen auch schwierig zu entscheiden ist. Die Gastgeber versuchten es mehr mit Kombinationsspiel und hatten die ersten Möglichkeiten. Jonas Winkler traf eine Hereingabe von Magnus Scherf nicht richtig und Tom Renemann scheiterte nach klugem Pass von Adrian Lenhart frei vor dem Gästetorhüter an demselben. Danach erspielte man sich eine leichte Feldüberlegenheit, aber Magnus Scherf hätte besser selbst den Abschluss gesucht, als noch einmal in die Mitte zu passen. Mit einer für ihr Spiel eher untypischen Aktion ging der Gast in dieser Phase einigermaßen überraschend in Führung. Ein schon mal total unnötiger Einwurf an der Außenseite wurde in den Strafraum verlängert, wo ein Gästestürmer keine Mühe hatte, das 0:1 zu erzielen. Danach brauchte die FSG Bad Camberg/Dombach ein paar Minuten, um sich zu erholen, übernahm aber kurz vor der Pause wieder das Kommando und Philipp Gering fälschte einen Distanzschuss von Adrian Lenhart ins untere rechte Eck ab. Mit dem Unentschieden ging es in die Pause.

Gab es im ersten Durchgang vergleichsweise wenig klare Tormöglichkeiten zu sehen, so änderte sich das zu Beginn der zweiten Halbzeit radikal. Zuerst verpasste die Offensivabteilung des Gastgebers eine Hereingabe von Volodymyr Chornii in den Fünfmeterraum nur hauchzart. Dann scheiterte ein Gästestürmer frei vor Torhüter Burak Akcayir. Wiederum im Gegenzug war Philipp Gering schon am Gästetorhüter vorbei, konnte den Ball aber nicht mehr kontrollieren, der kurz darauf einen präzisen Freistoß von Tom Renemann aus dem linken oberen Eck fischte.

Danach beruhigte sich das Spiel erst einmal wieder, bevor der Gastgeber mit einem klassischen Konter in Führung ging. Tristan Lyon schickte Magnus Scherf über rechts auf die Reise, dessen Hereingabe der eingelaufene Tom Renemann im Fünfmeterraum ins Tor drückte. Der Gast zeigte sich von diesem Rückstand allerdings unbeeindruckt. So richtig kam man zwar erst einmal nicht in den Strafraum, aber zwei gefährliche Distanzschüsse, von denen einer an die Querlatte klatschte, kündigten spielstandsbedingt verstärkte Offensivbemühungen für die restliche Spielzeit an. Hinzu kam, dass in Erwartung einer Ecke der Schiedsrichter Timon Heinze die gelb-rote Karte zeigte, was sowohl die Zuschauer als auch die 22 Spieler doch ein wenig ratlos zurückließ. Nach einer verunglückten Abwehraktion des Gästetorhüters hätte es durchaus 3:1 heißen können, aber durch den Platzverweis war der Spielverlauf für die letzten fünfzehn Minuten vorgezeichnet. Der Gast drückte jetzt mit Macht auf den Ausgleich, richtig klare Möglichkeiten im Strafraum waren Mangelware, zumal sich Torhüter Burak Akcayir aufmerksam zeigte und zweimal beherzt zugriff. Auf der Gegenseite blieb es bei dem einen oder anderen Konterversuch, auch wenn Pablo Schmidt Galan einmal frei durch war und den Ball nur knapp am rechten Eck vorbeischob. Der Druck nahm weiter zu, der Gastgeber stemmte sich mit aller Macht dagegen, hatte aber in der Nachspielzeit Glück, als eine Hereingabe in Richtung zweiter Pfosten segelte, Burak Akcayir die Finger noch irgendwie an den Ball brachte, so dass zwei heranstürmende Gästestürmer im Tor landeten, nur nicht der Ball. In der hektischen Schlussphase gab es eine gelb-rote Karte für einen Auswechselspieler der Gästemannschaft, bevor der Schiedsrichter nach sieben Zusatzminuten abpfiff.

Fazit: In einer abwechslungsreichen Begegnung zweier Mannschaften, die sich über 97 Minuten nichts schenkten, geht der Sieg der Heimelf insgesamt sicher in Ordnung. Dafür war das Plus an klaren Tormöglichkeiten dann doch deutlich. Der Platzverweis änderte aber die Struktur des gesamten Spiels, so dass sich der Gastgeber am Schluss auch über ein Unentschieden nicht hätte beschweren können.

FSG Bad Camberg/Dombach: Akcayir, Witte, T. Heinze. Lyon, F. Schütz, M. Scherf, T. Renemann, Lenhart, Gehring, Winkler, Chornii (Stannarius, Schmidt Galan, Maurer)

FSG Gräveneck/Seelbach: Losekam, Österling, Konrad, Sennlaub, Frühwirth, A. Schön, M. Schön, Mai, Heimerl, Michel, Volk (Ruis, Nguyen)

Tore:  0:1 Tristan Frühwirth (28.), 1:1 Adrian Lenhart (36.), 2:1 Tom Rennemann (62.)

Schiedsrichter: Yassine Luariache (SG Höchst) – Zuschauer: 70.

 

Gäste freuen sich diebisch über den Punktgewinn

Kreisliga B: 1:1 gegen Drommershausen; Jonas Winkler und Adrian Lenhart treffen die Latte

 

(07.10.2025) FSG Bad Camberg/Dombach – TuS Drommershausen 1:1 (1:0)

 

VON HELMUT GRIESAND

Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Mika Ernet, der die faire Begegnung souverän leitete, lagen sich die Besucher freudestrahlend in den Armen. Am Ende hatte sich das Team  um Spielertrainer Marcel Söhngen den Punktgewinn redlich verdient. Mit dem Erfolgserlebnis in der Badestadt können sich die Akteure auf die am Donnerstag beginnende Vereinsreise auf die Mittelmeerinsel Malta so richtig einstimmen

Doch drehen wir zurück. Die Gastgeber gaben zu Beginn auf dem gut präparierten Rasen in der Kernstadt den Ton an. Dass es in der Anfangsviertelstunde nicht schon mindestens 2:0 gestanden hat, war entweder Pech im Spiel oder der überragende Torwart Simon Sartorius  glänzte mit reaktionsschnellen Paraden. Zudem stand dem Torsteher Glücksgöttin Fortuna Pate, als Jonas Winkler mit einem Gewaltschuss nur die Querlatte anvisierte (3.). Nach gut zwanzig Minuten konnten sich die Besucher aus der Umklammerung befreien. Der ersten Ecke (19.) folgten weitere, die allesamt nicht  ungefährlich waren. Außerdem sorgte  Liam Bindenberger auf der linken Seite für Gefahr. Die Dreierkette Timon Heinze-Tom Renemann-Felix Schütz, die erstmals in dieser Formation bei der Kombination antrat,  war aber auf der Hut. Nach vorne ging vorrübergehend  wenig. Als dann der trickreiche Volodymyr Chornii  eine punktgenaue  Flanke in den Strafraum schlug, hätte Jonas Winkler mehr aus der guten Chance machen können (36.). Doch wenig später: Magnus Scherf war wieder einmal auf der Außenbahn unterwegs, ging in die Box und traf aus spitzem Winkel ins Netz, wobei der Schuss noch etwas abgelenkt wurde.

Das knappe 1:0 zur Pause ging dann auch in Ordnung, auch wenn sich die Oberlahnelf  immer besser auf die Heimmannschaft einstellte. Gegen eine vielbeinige, zudem auch tief stehende Abwehrkette  biss sich die FSG fortan die Zähne aus. Während die Gastgeber immer wieder versuchten, den Ball aus der Deckung heraus in die gefährliche Zone zu kombinierten,  überbrückten die Gäste mit langen Bällen das Mittelfeld. So kam auch das eine oder andere Mal Gefahr auf. Dennoch hätten die Kneippstädter mit einem zweiten Treffer den Sack zumachen können. So wurde ein Schuss von Sebastian Urban über die Latte gelenkt. Kurz vor dem 1:1, das der starke Liam Bindenberger besorgte,  hatte  Kapitän Adrian Lenhart zu guter Letzt mit einem satten Schuss an die Querstange riesiges Pech. Auf der anderen Seite  musste FSG-Hüter Burak Akcayir in höchster Not mit dem Fuß klären (80.). Andererseits hatte FSG-Angreifer Adrian Lenhart  mit einem Weitschuss  kein Glück, denn die Lederkugel strich knapp über das Ziel (85.).

Am Ende musste sich die favorisierte Elf von Tim Zengeler mit dem 1:1  zufrieden geben, während die Angereisten den Zähler wie einen Sieg feierten.

FSG Bad Camberg/Dombach: Akcayir, Heinze, T. Renemann, Schütz, Lindt, F. Grassmann, Lenhart, Scherf, Urban, Winkler, Chornii (Maurer, Dorweiler)

TuS Drommershausen: S. Sartorius, Söhngen, Brückner, Hardt, L. Bindenberger, Altintop, Keppler, D. Sartorius, Schliffer, Fürstenau, Löhr (Wahl, Arndt, Desert, Vonhausen)

Tore: 1:0 Magnus Scherf (40.), 1:1 Liam Bindenberger (74.).

Schiedsrichter: Mika Ernet (TuS Haintchen)  -Zuschauer: 80.

 

Das 3:3-Remis geht unter dem Strich in Ordnung

Kreisliga B: Starke Leistung bei der Gruppenliga-Reserve; Jens Munsch verletzt

 

(05.10.2025)  SC Offheim II – FSG Bad Camberg/Dombach 3:3 (1:1)

 

VON HELMUT GRIESAND

Die Verletztenliste bei den Badestädtern wird immer länger. Nach den jüngsten Ausfällen von Tim Grzesista, Timon Heinze, Tafari M. Crooks und Fabian Stannarius kommt jetzt noch Jens Munsch dazu, der beim Abwehrversuch mit dem Knie umknickte und schon nach 28  Minuten  vom Platz musste. Zu diesem Zeitpunkt lag die Gruppenliga-Zweite schon mit 1:0 in Führung, als der groß gewachsene Mariusz Komorek nach einem gut getimten Freistoß den Ball mit dem Kopf ins lange Eck beförderte (8.). Kurz zuvor hatte auf der Gegenseite Sturmführer Sebastian Urban eine faustdicke Chance nicht nutzen können. Der gleiche Akteur konnte auch in der 17.  Minute den Ball nicht im Gehäuse von Timo Schrankel unterbringen; dann ballerte Tom Renemann über der Querbalken. Bei den Gastgebern hatten andererseits Kledi Vogli (22.) und Raphael Gunjaca (23., per Freistoß) Möglichkeiten ausgelassen, die Führung auszubauen. Bedingt durch die bereits erwähnte notwendige Auswechselung von Jens Munsch musste die FSG einige Umstellungen vornehmen. Dabei machte sich die Hereinnahme von „Oldie“ Volodymyr Chornii schon kurz darauf bezahlt, denn der Ukrainer lieferte die  glänzende Vorarbeit zum 1:1-Ausgleich durch Sebastian Urban (37.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Andreas Kunz verwandelte einen  Foulelfmeter zur erneuten Führung. Ein Missverständnis führte dann zum 3:1, als Keeper Eric Dörfl in Richtung Seitenlinie aus dem Kasten geeilt war, aber das Leder verfehlte. Wie der Blitz kam der stets gefährliche Oumar Kourouma an den Ball,  der mit einer „Bogenlampe“ das Spielgerät raffiniert im langen Eck versenkte (67.). Jetzt schien alles für die Hausherren zu laufen. Doch weit gefehlt! Die Besucher ließen sich nicht beeindrucken. Als Volodymyr Chornii, der immer wieder auf der linken Außenbahn Unruhe stiftete, im 16er gefoult wurde, sorgte der von Florian Grassmann souverän verwandelte Strafstoß für weiteren Auftrieb (72.). Wenig später  krönte Tom Renemann mit einem sehenswerten Freistoß ins obere Tordreieck seinen starken Auftritt  zum 3:3-Gleichstand, nachdem die „Bären“ zuvor einen Freistoß neben das Gehäuse gesetzt hatten. Es blieb bis zum Schluss spannend. Beide Teams wollten sich nicht mit der Punkteteilung zufrieden geben und spielten auf Sieg. Die beste Möglichkeit ließ dabei FSG-Angreifer Sebastian Urban nach Vorarbeit von Volodymyr Chronii aus, der aus kurzer Distanz  an Torwart Timo Schrankel scheiterte (88.).

Per Saldo kann aber in einer unterhaltsamen Partie auf Augenhöhe von einer gerechten Punkteteilung gesprochen werden.

SC Offheim II:  Schrankel, Wolf, Gerner, Komorek, Kunz, Gunjaca, Vogli, Hausmann, Kourouma, Patz, Langwenus (Habash, H. Müller, Kloss, Nistor, Schücker)

FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, Lindt, Munsch, Lyon, F.  Schütz, F. Grassmann, M. Scherf,  Lenhart, Winkler, Urban, T. Renemann (Chornii, Maurer, Dorweiler)

Tore: 1:0 Mariusz Komorek (8.), 1:1 Sebastian Urban (36.), 2:1 Andreas Kunz (46., Foulelfmeter), 3:1 Oumar Kourouma (67.), 3:2 Florian Grassmann (78., Foulelfmeter), 3:3 Tom Renemann (83., Freistoß)

Schiedsrichter: Dirk Huster (SV Prath)

Zuschauer: 35.

 

Zwei frühe Tore von Sebastian Urban legen den Grundstein

Kreisliga B: Beim Abpfiff wird der Verfolger SG Hirschhausen/Bermbach mit 3:0 geschlagen

 

(28.09.2025) FSG Bad Camberg/Dombach – SG Hirschhausen/Bermbach 3:0 (2:0)

 

VON HELMUT GRIESAND

Im Verfolgerduell behielten auf der Dombacher Rasensportanlage die Gastgeber verdient die Oberhand. Die Truppe von Trainer Tim Zengeler erwischte einen Traumstart, denn nach sieben Minuten lag die Heimelf  bereits mit 2:0 vorne.  Erst war es Magnus Scherf, dann Tom Renemann, die von den Flügeln aus  in die Mitte passten, wo Sebastian Urban den Ball nur noch über die Linie schieben musste. Die Angereisten von der Oberlahn wurden förmlich  überrumpelt.  Kapitän David Beschorner  traf wenig später zwar ins Netz, stand dabei aber im Abseits. Dafür lag in der 18. Minute der Anschlusstreffer in der Luft, wenngleich die Partie in der Folge weiterhin von den Einheimischen diktiert wurde. Binnen 60 Sekunden tauchte nach gelungener Kombination zweimal Torjäger Sebastian Urban vor dem von Marvin Ehrig gehüteten Kasten auf, brachte aber jeweils den Ball aus kurzer Distanz nicht im Netz unter  (30., 31.). Eine Schreckminute mussten dann  die Hausherren überstehen (34.), als  die nun besser ins Spiel gekommene Kai-Florian-Betz-Elf nach leichtfertigen FSG-Ballverlusten zu einigen Konterangriffen eingeladen haben.   

Die zweite Hälfte wurde eröffnet mit einem Weitschuss von Tristian Lyon, doch das Leder strich knapp über das SG-Gehäuse. Im weiteren Verlauf rückte das Oberlahn-Team  mit ihrer Abwehrkette immer weiter auf  und ließ so die einheimischen Angreifer wiederholt in die Abseitsfalle laufen. Die Truppe von Kapitän Adrian Lenhart  wurde nun etwas nachlässig, verlor mitunter die Bälle leichtfertig schon im Mittelfeld.  „Wir müssen wieder mehr tun“, rief  Coach Tim Zengeler seinen Mannen deshalb zu. Der ins Spiel gekommene Volodymyr Chornii sorgte dann  aber mit dafür, dass es wieder  mehr Strafraumszenen gab. Dabei scheiterte die „Leihgabe“ aus der Reserve zweimal hintereinander an Keeper Marvin Ehrig, der jeweils per Fußabwehr klären konnte (66.). Vier Minuten danach schob der Ukrainer den Ball hauchdünn am leeren Viereck vorbei ins Toraus. Dafür konnte Adrian  Lenhart wenig später mit dem dritten Goal alle Zweifel am Sieg zerstreuen, auch wenn die Besucher alles daran setzten, zumindest noch den Ehrentreffer zu erzielen. Der wäre auch fast gelungen, doch FSG-Torsteher Eric Dörfl, der insgesamt weniger als sein Gegenüber Marvin Ehrig zu tun bekam, vereitelte diesen per toller Glanzparade (83.).

FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, Munsch, T. Heinze, Schütz, F. Grassmann, Lenhart,  Winkler, Lyon, Scherf, Urban, T. Renemann (L. Renemann, Gering, Chornii, T. Maurer, F. Riedel/ETW)

SG Hirschhausen/Bermbach: Ehrig, Appl, J. Sitter, L. Sitter, Brumm, Beschorner, Sander, Yener, Y. Volkmann, Auth, Kramer (D. Volkmann, Bottyan,  Demmer, Hosseinkhel)                                                                                                                                                            

Tore: 1:0 Sebastian Urban (5.), 2:0 Sebastian Urban (7.), 3:0 Adrian Lenhart (73.)

Schiedsrichter: Ates Zilfo (SV Ruppertshain) – Zuschauer: 50.

 

90.+3: Florian Graßmann verwandelt Elfer zum 3:2

Kreisliga B: Vorher ist Fabian Stannarius mit zwei Toren (zum 1:1, 2:1) erfolgreich

 

 

 

(31.08.2025)

 

FSG Bad Camberg/Dombach - FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen II  3:2 (2:1)

 

 

VON HELMUT GRIESAND

 

Nicht immer gewinnt die bessere Mannschaft. Diese Aussage trifft auch auf den Spitzenreiter FSG Bad Camberg/Dombach zu, der nach dem glücklichen 3:2-Heimsieg weiterhin eine weiße Weste besitzt. In trockenen Tüchern war der erst, als Florian Graßmann einen  von Tormann Alexander Smochek verursachten Foulelfmeter  verwandelte. Man schrieb bereits die 93. Minute, als der Extremsportler – war jüngst in  Kanada über 2000 km mit Fahrrad unterwegs – als sicherer Schütze zur Exekution angetreten war. Der Keeper sah erst Gelb, dann nach einer Geste gegen den Referee auch noch die Ampelkarte. Zwischen die Pfosten ging in den letzten Minuten Florian Stoll, der als souveräner Abwehrchef mit langen Bällen und Freistößen stets die Offensive bediente.

 

Doch drehen wir zurück. Es war in der Tat eine schwere Geburt für den Tabellenführer, der die Zweite der Dreierkombination ganz offensichtlich unterschätzte. Denn kaum hatte sich die Elf von Tim Zengeler versehen, lag diese schon mit 0:1 im Rückstand (5.). Zwar konnte die Heimelf auf dem Dombacher Rasen bis zur Pause das Spiel in einen 2:1-Vorsprung drehen, doch „rund“ lief es deshalb noch lange nicht,  auch wenn gute Torchancen wie von Tom Maurer vorhanden waren. Leider musste der heimische Tim Grzesista schon nach einer guten Viertelstunde verletzt ausscheiden (gute Besserung!).

 

In der Halbzeit mahnte Trainer Tim Zengeler die Aktiven noch, wach zu bleiben und Fehler – vor allem unterliefen oft Pannen im Zuspiel - abzustellen. Doch anstatt jetzt aufzutrumpfen und die Initiative zu übernehmen,  geriet das Team zusehends in Schwierigkeiten. Der 2:2-Gleichstand dank Christian Witterhold – nach Eckball - war vorhersehbar (67.). Kurz darauf scheiterte Hugo Böcher nicht nur an der Latte (76.), sondern die Angereisten waren nach langen Bällen und Freistößen (Florian Stoll) sowie weiteren Eckbällen stets gefährlich. Erst in der Endphase besannen sich die Hausherren eines besseren und kamen durch die Einwechselung von Mallorca-Urlauber Sebastian Urban noch zu einigen gefährlichen Torraumszenen.  Eine davon war die Spielsituation, die zum Strafstoß führte.  Es musste also  ein Foulelfmeter in der Nachspielzeit für den in der Tat glücklichen Heimsieg herhalten. Am Ende jubelten die somit weiterhin eine weiße Weste besitzenden Badestädter,  während die Gäste trotz einer guten Leistung – vor allem in Halbzeit zwei – mit leeren Händen die Heimreise antreten mussten.

 

Den Einheimischen kann man nach dieser verkorksten  Vorstellung nur mit auf den Weg geben, die Partie schnellstens ad acta zu legen und es einfach wieder besser zu machen.  

 

FSG Bad Camberg/Dombach: Akcayir, Heinze, Crooks, Munsch, Stannarius, F. Graßmann, Lenhart, T. Grzesista, T. Rennemann, Scherf, Winkler (Maurer, Lyon, Urban)

 

FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen II: Smochek, S. Pfeiffer, F. Kratzheller, F. Stoll, Keller, Böcher, F. Hofmann, Witterhold, Peschke, Gruber, Probszt (Keul, A. Riemer)

 

Tore: 0:1 Hugo Böcher (5.), 1:1 Fabian Stannarius (12.), 2:1 Fabian Stannarius (34., Kopfball nach Ecke von Tom Maurer), 2:2 Christian Witterhold (67., nach Ecke), 3:2 Florian Graßmann (90. + 3, Foulelfmeter)

 

Schiedsrichter: Yavuz Karaagac (SV Anadolu Limburg) – Zuschauer: 70

 

 

4:2-Derbysieg: Tim-Zengeler-Elf weiter mit weißer Weste

Kreisliga B: Sebastian Urban (2), Adrian Lenhart und Magnus Scherf treffen ins Netz

 

(24.08.2025) SG Selters/Erbach 2 – FSG Bad Camberg/Dombach 2:4  (1:3)

 

VON HELMUT GRIESAND

Die Besucher legten gleich los wie die Feuerwehr.  Nach fünf Minuten wurde Sebastian Urban mit einem weiten Ball auf die Reise geschickt, doch die große Chance wurde vertan. Sechzig Sekunden später eine Doublette: Diesmal konnte sich Sebastian Urban gegen seine Widersacher behaupten; am Ende prallte der Ball vom Innenpfosten ins Gehäuse. Nach einer knappen Viertelstunde ließ der Hausherr erstmals aufhorchen: Jens Munsch konnte einen von Florian Philippsen scharf getretenen Freistoß per Kopf aber zur Ecke klären. Dann wandte der Referee erstmals die neue Regel an, als FSG-Tormann Eric Dörfl den Ball länger als acht Sekunden in den Händen hatte – und es gab folgerichtig Eckball (16.).

Ein „Doppelschlag“ ließ die Gäste, die eine halbe Stunde lang dominierten, auf 0:3 davon ziehen. Erst verwertete Sebastian Urban eine Flanke von Adrian Lenhart zum 0:2 (21.), dann war es umgekehrt, als Sebastian Urban das Leder zu Adrian Lenhart spielte, der  eiskalt vollstreckte (23.). Nach dem starken Beginn ließen die Besucher die Zügel etwas schleifen. Die Gastgeber konnten dank Florian Philippsen auf 1:3 (32.) verkürzen, nachdem Luca Jantz kurz zuvor das runde Leder noch knapp neben den Kasten setzte.  Keine Frage, die SG wurde stärker. Florian Philippsen verdingte sich als kluger Ballverteiler und war auch für die nicht ungefährlichen Freistöße verantwortlich.

Nach einem schnellen Vorstoß über die linke Seite war es dann Gregor Hofmann, der gleich nach der Pause auf 2:3 verkürzte. Wenig später setzte FSG-Akteur Fabian Stannarius nach einem Freistoß  den Ball per Kopf über den Querbalken, dann durfte sich SG-Hüter Niklas Muth mit einer Parade auszeichnen (51.). Dennoch bekam die SG auf dem Niederselterser  Rasen verstärkt Oberwasser, zumal sich auch die Auswechslungen als positiv herausstellten.  Die Platzherren waren mitunter einen Tick schneller am Ball,  konnten sich aber gegen die sattelfest e Gästeabwehr um Jens Munsch, Tafari M. Crooks und Timon Heinze nicht mehr entscheidend durchsetzen, um zumindest noch auszugleichen.  Das schaffte anderseits Räume für die Nachbarn zum Kontern. Nachdem Tom Renemann mit einem freilich zu schwach getretenen Ball den  heimischen Keeper Niklas Muth  noch  nicht überlisten konnte (70.), zog schließlich Magnus Scherf – nach punktgenauer Hereingabe von Tristian Lyon –  mit dem vierten Treffer endgültig den Stecker zu Gunsten der Angereisten, die danach nichts mehr anbrennen ließen.

So steht das Team von Tim Zengeler nach den ersten vier Begegnungen unangefochten mit der Maximalausbeute von 12 Punkten ganz oben in der Tabelle.

SG Selters/Erbach 2: Muth, Burbach, N. Belke, Homburg, Homrighausen, Fuhrmann, Philippsen, T. Walli, D. Becker, Annecke Petri, J. Gattinger (D. Belke, Malki, Gotthardt, Kliem, G. Hofmann, Jantz, J. Beuerbach)

FSG Bad Camberg/Dombach:  E. Dörfl, Crooks, Munsch, T. Heinze, F. Grassmann, Scherf, Stannarius, Lenhart, Urban, T. Grzesista, Winkler  (T. Renemann, Lyon, Maurer)

Tore: 0:1 Sebastian Urban (6.), 0:2 Sebastian Urban (21.), 0:3 Adrian Lenhart (23.). 1:3 Florian Philippsen (32.), 2:3 Gregor Hofmann (46.), 2:4 Magnus Scherf (79.)

Schiedsrichter: Markus Löber (VfB Aßlar) – Zuschauer: 70.

 

Ein hartes Stück Arbeit

Kreisliga B: Zwei Tore von Magnus Scherf sichern 2:1-Derbysieg gegen FSV Würges

 

(17.08.2025)  FSG Bad Camberg/Dombach – FSV Würges 2:1 (0:1)

VON MICHAEL MÖHRING

Nach einem Jahr Pause mal wieder ein Derby zwischen den beiden Nachbarn. Dabei spielte sich die Begegnung zu Beginn überwiegend zwischen den beiden Strafräumen ab und bis auf die eine oder andere Halbchance gab es erst einmal nichts Aufregendes zu sehen. Jens Munsch setzte einen Kopfball knapp über das Gästetor und auf der anderen Seite zielte ein Stürmer aus kurzer Entfernung dann doch deutlich am Tor vorbei. Die erste richtig gute Möglichkeit brachte dann auch gleich die Gästeführung. FSV-Stürmer Hamdi Kqiku - der die FSG-Abwehr immer wieder reichlich beschäftigte - nahm einen Steilpass zwischen zwei Verteidigern hindurch auf und schob zum 0:1 ein. Auf der Gegenseite hätte Tim Grzesista kurz darauf den Ausgleich machen müssen, als er einen in den Strafraum gechippten Ball aufnahm, den Torhüter umspielte, den Ball dann aber über das Tor zu setzte. Der Gast hatte noch ein weitere Großchance, als erneut Ihr bester Stürmer den Ball nach einer unübersichtlichen Situation im FSG-Strafraum an den Pfosten setzte. Tom Renemann prüfte den FSV-Torhüter noch mit einem Distanzschuss. Das war es dann aber auch mit der ersten Halbzeit, in der vor allem der Gastgeber viel zu wenig zeigte.

Den zweiten Durchgang begann die FSG deutlich aktiver und kam schnell zum Ausgleich, als Magnus Scherf einen flach gespielten Eckball per Direktabnahme im Tor unterbrachte. Und ab jetzt bestimmte der Gastgeber immer deutlicher das Spiel, was sicherlich auch damit zusammenhing, dass dem FSV im Laufe der 2. Halbzeit wohl so langsam die Puste auszugehen schien. Und als dann auch noch Ihr bester Mann in der Offensive ausgewechselt wurde, konnte von einer Gefahr für das FSG-Tor kaum noch die Rede sein. Der Gastgeber hatte jetzt deutlich mehr Platz im Mittelfeld und kombinierte sich immer wieder gefällig bis zum Gästestrafraum. Dort wurde es aber häufig zu eng und dem letzten Pass fehlte es meist an Präzision. Möglichkeiten gab es trotzdem. Tom Renemann scheiterte mit einem Freistoß am Gästetorhüter und Adrian Lenhart verfehlte das Ziel nur knapp. Die Führung lag mehrmals in der Luft, wollte aber einfach nicht fallen, bis Oleg Stasiuk endlich eine Kombination erfolgreich abschloss. Das sah der Schiedsrichter allerdings anders und entschied auf Abseits. Aber auch nach diesem Rückschlag hielt der Gastgeber den Druck auf das gegnerische Tor weiter hoch. Der Lohn dann kurz vor Schluss, als Magnus Scherf auf halbrechts freigespielt wurde und den Ball zu seinem zweiten Treffer am Torhüter vorbeischob. Im Gegenzug kam der FSV mit einer richtig guten Tormöglichkeit fast noch zum Ausgleich. Ein strammer Freistoß traf die Latte, der Abpraller wurde noch einmal in den Strafraum gegeben, wo ein Gästestürmer den Ball im Fünfmeterraum über die Linie schob, dabei aber im Abseits stand.

Fazit: Aufgrund der überlegenen zweiten Halbzeit geht der Erfolg für den Gastgeber sicherlich in Ordnung und mit drei Siegen ist man als aktueller Tabellenführer natürlich erfreulich in die neue Saison gestartet. Ergebnistechnisch gibt es also nichts zu meckern. Was die Leistung auf dem Platz angeht, zeigte vor allem die erste Halbzeit, dass es hier noch reichlich Steigerungspotential gibt, was aber vielleicht zu Beginn einer Saison nicht so ungewöhnlich ist, insbesondere wenn der eine oder andere wichtige Spieler noch fehlte.

FSG Bad Camberg/Dombach: B. Akcayir, Crooks, T. Heinze, Stannarius, Munsch, Scherf, Lenhart, Urban, T. Grzesista, T. Renemann, Winkler (O. Stasiuk, Dorweiler, Maurer)

FSV Würges: Weller, Maarouf, Sergen Uzun, D. Akcayir, Wilke, Kqiku, Serhan Uzun, Loshaj, Meuth, Zoth, S. Cinar (Dodaj, Jelullahu, L. Ludwig)

Tore: 0:1 Hamdi Kqiku (16.), 1:1 Magnus Scherf (50.), 2:1 Magnus Scherf (87.)

Schiedsrichter: Baghdad Chikar (SV Flörsheim) – Zuschauer: 140.

FSG Bad Camberg/Dombach übernimmt Platz eins

Kreisliga B: Gleich viermal ist gegen die SG Weinbachtal das Aluminium im Weg

 

(08.08.2025) FSG Bad Camberg/Dombach – SG Weinbachtal 3:2 (2:0)

 

VON HELMUT GRIESAND

Nach zwei Siegen grüßen in der noch jungen Saison  die Badestädter als B-Tabellenführer. Im ersten Abschnitt dominierten die Platzherren auf dem Dombacher Rasen. So  hätten die Schützlinge von Trainer Tim Zengeler bis zum Pausenpfiff  höher als nur mit 2:0 führen müssen. Doch entweder war das Aluminium  dreimal im Weg, Torwart Ole Geis parierte oder die Bälle verfehlten  wiederholt nur knapp das Ziel.

Den Reigen der Chancen eröffnete FSG-Spielführer Jens Munsch schon nach 100 Sekunden.  Vom Innenpfosten  prallte das Leder längs der Torlinie ins Feld  zurück. Pech hatten später auch Felix Schütz (39.) mit einem  Lattenschuss  (39.), während Magnus Scherf  unter „Mithilfe“  von Keeper Ole Geis nur den Pfosten anvisierte (43.). Zuvor erzielte Tim Grzesista  (26.) die Führung;  Adrian Lenhart konnte bald darauf nachlegen (37.). Auch die Besucher waren nicht chancenlos. So ließen Daniel Zuber, Yannik Hainz oder Kapitän Tim Kratzheller (per Freistoß) in der ersten Viertelstunde  ebenfalls gute Gelegenheiten aus. Danach bis zur Pause gab  die  FSG aber den Ton an.

Nach dem Wechsel wurden die Gäste stärker, kombinierten gefällig   und kamen auch zum Anschlusstreffer durch den agilen Tim Kratzheller (52.). Bis zur 73. Minute  hatte es der Kapitän  mit Jannik Wehrmann zu tun, ehe dieser verletzt vom Feld musste. Nach einem Foul an Felix Schütz gelang Sebastian Urban  schließlich per Strafstoß das 3:1 (60.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später unterlief Jannik Wehrmann ein Eigentor zum 2:3.

Im Endspurt versuchten die nie aufgebenden Gäste von Trainer  Björn Haimerl vergeblich, das Blatt noch zu wenden. Vor allem bei Standards drohte Gefahr. Tristian Lyon (FSG) setzte in der Nachspielzeit noch einen Foulelfmeter an die Latte, nachdem Sebastian Urban vom SG-Schlussmann Ole Geis von den Beinen geholt wurde.

Ab der 75. Minute mussten beide Teams übrigens mit nur zehn Akteuren auskommen, denn Jan Zwitkowics (SG) und Felix Schütz (FSG) sahen gemeinsam den roten Karton.

 

FSG Bad Camberg/Dombach: E. Dörfl, Crooks, Wehrmann, Munsch, Stannarius, F. Schütz, Lenhart, Urban, T. Grzesista, Scherf, Lyon (T. Rennemann, O. Stasiuk)

SG Weinbachtal: Geis, Jung, Hainz, Jungmann, Zwitkowics, Zuber, Kratzheller, L. Alker, Gruszka, Weber, Staudt (N. Alker, Sauer, Knauer,  Rosenkranz)

Tore: 1:0 Tim Grzesista (26.), 2:0 Adrian Lenhart (37.), 2:1 Tim Kratzheller (52.), 3:1 Sebastian Urban (60., Foulelfmeter), 3:2 Jannik Wehrmann (62., Eigentor)

Schiedsrichter: Egon Maurer (TSV Kirberg) – Zuschauer:  60

Oliver Tausch macht in der Nachspielzeit alles klar

Kreisliga B:  Frühe Führung, dann 1:2-Rückstand, am Ende ein 5:2-Auswärtssieg

 

(03.08.2025) FCA Niederbrechen II – FSG Bad Camberg/Dombach 2:5 (2:2)

VON HELMUT GRIESAND

Der Saisonauftakt nach dem A-Liga-Abstieg ist den Kombinierten gelungen. Aber erst in der Nachspielzeit war der Dreier in trockenen Tüchern. Verheißungsvoll begann die Partie: Sebastian Urban wurde schön in den Lauf freigespielt und es hieß schon nach sechs Minuten 1:0 für die Badestädter.  Es wurde aber versäumt, die Führung auszubauen. Die Hausherren fanden nun besser in die Partie und kamen folgerichtig auch zum 1:1-Ausgleich.  Die Gäste agierten etwas zu lasch und wurden dafür bestraft. Während die FSG zu viele Stationen benötigte um in die gefährliche Zone zu kommen, versuchten es die Platzbesitzer oft mit weiten Bällen.  So erlief Johan Renninger ein Zuspiel von Konstantin Mehnert, der souverän die 2:1-Führung besorgte. Gespielt waren etwas mehr als eine halbe Stunde.  Noch vor der Pause konnte aber Sebastian Urban den 2:2-Gleichstand herstellen.

Im zweiten Akt war es dann der aufgerückte Jens Munsch, der seine Farben wieder in Front schoss (55.). Inzwischen waren  Oliver Tausch, Fabian Stannarius und Felix Schütz bei den Kurstädtern mit von Partie, was sich vorteilhaft auswirkte.  Die Alemannen gaben sich aber noch nicht geschlagen und spielten munter nach vorne. Pech hatten freilich die Besucher, die gleich zweimal am Torgestänge scheiterten. In den Schlussminuten  warfen die Gastgeber mit einem sichtbar  höheren Durchschnittalter noch einmal alles nach vorne, doch der Ausgleich wollte nicht gelingen. Stattdessen nutzen die Angereisten nun die Räume, um Gegenattacken zu starten. Speziell die Hereinnahme von Oliver Tausch  sollte sich für das Tim-Zengeler-Team  auszahlen, denn in der Nachspielzeit beseitigte  er mit zwei Toren zum letztendlich 5:2-Erfolg alle Zweifel.  Beim letzten Treffer sah Oliver Tausch, dass Keeper Philipp Kremer (eigentlich Feldspieler in der Ersten) viel zu weit vor seinem Kasten stand. Schlitzohrig  setzte die Nummer 15 zu einer „Bogenlampe“ an und hatte damit Erfolg!

FCA Niederbrechen II: Ph. Kremer, Eberhardt, Mehnert; Dreier, Renninger, Gross, Olajos, D. Eisenbach, Königstein, Reusch, Born (Gerlach, S. Eisenbach, Steiner, F. Schneider, J. Eisenbach)

FSG Bad Camberg/Dombach:  Akcayir, Crooks, Wehrmann, T. Heinze, Munsch, Lenhart, Urban, T. Grzesista, T. Renemann, Scherf, Lyon (Stannarius, F. Schütz, Tausch)

Tore: 0:1 Sebastian Urban (6.), 1:1 Johan Renninger (28.), 1:2 Johan Renninger (33.), 2:2 Sebastian Urban (40.), 2:3 Jens Munsch (55.), 2:4 Oliver Tausch (90.+1), 2:5 Oliver Tausch (90.+5).

Zuschauer: 40.